Abo
  • Services:

Norddeutsche Gemeinden wehren sich gegen Google Street View

"Das öffnet Verbrechern Tür und Tor zu unseren Häusern"

Mehrere norddeutsche Städte und Gemeinden wehren sich gegen Street-View-Aufnahmen von Google. Eigenheimbesitzer fühlen sich durch das virtuelle Sightseeing-Projekt bedroht. "Es werden personenbezogene Daten gesammelt und ins Internet gestellt. Das geht so nicht", urteilt Marit Hansen, Informatikerin und stellvertretende Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein.

Artikel veröffentlicht am ,

Nach einzelnen Protesten gegen die Erfassung der Geodaten in den USA fühlen sich auch Städte und Gemeinden in Schleswig-Holstein durch Googles Fahrzeuge mit Kameraturm verunsichert, die Häuser und Straßenzüge fast im Sekundentakt aufnehmen. Über Google Street View kann der Internetnutzer die Fahrten am Bildschirm nacherleben. Wann der Dienst für Deutschland online gehen wird, ist bislang nicht bekannt.

Stellenmarkt
  1. Dataport, Altenholz bei Kiel, Hamburg
  2. AKKA GmbH & Co. KGaA, München

Die Gemeinde Molfsee bei Kiel (Kreis Rendsburg-Eckernförde) will Google die Fotoaufnahmen nun verbieten. "Wir lassen uns das nicht gefallen. Wir wollen nicht mit unseren Häusern im Internet zu sehen sein", erklärt der örtliche CDU-Fraktionschef Reinhold Harwart den Lübecker Nachrichten. "Auf den Fotos ist doch alles zu sehen. Das öffnet Verbrechern Tür und Tor zu unseren Häusern."

Das Fotografieren ganzer Straßenzüge ist in Deutschland nicht verboten. Molfsee, eine Gemeinde mit 4.800 Einwohnern, will sich deshalb mit einem Trick helfen und eine Sondernutzungserlaubnis nach der Straßenverkehrsordnung einfordern. Harwart: "Google muss die Sondernutzung der Straße beantragen, wenn die bei uns filmen wollen - und diesen Antrag werden wir ablehnen."

Auch Lübecks Innensenator Thorsten Geißler (CDU) will rechtliche Möglichkeiten gegen den US-Internetkonzern prüfen. Er fürchtet, dass Street-View-Daten von Kriminellen missbraucht werden. Mit ihm begehren auch die Bürgermeister Ratzeburgs und Ahrensböks auf.

Im Juli 2008 hatte Bundesdatenschützer Peter Schaar gesetzliche Grenzen für Google Street View gefordert. Die Rundum-Straßenfotos von Google sollten nur nach vorheriger Einwilligung der betroffenen Anwohner und Passanten nutzbar sein. Die Aufnahmen seien mühelos mit Satellitenfotos, Adressdatenbanken und weiteren personenbezogenen Daten zu verknüpfen. Schaar: "Damit werden persönliche Lebensumstände noch intensiver ausgeleuchtet. Geodaten sollten nur nach vorheriger Einwilligung des Betroffenen genutzt werden dürfen." Er forderte, der Bundestag müsse im Herbst bessere Datenschutzregeln beschließen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 119,90€

KnüppelHeinrich 24. Nov 2008

Doof nur, dass sie gar keinen Garten hat.

Polnischer... 01. Okt 2008

Nun, man kann anhand der Gebäude erkennen wie wertvoll das Inerieur sein wird. ggf. kann...

spanther 01. Okt 2008

Tja das wird man dann sehen :P

Sepp Hirnbeis 01. Okt 2008

Es könnte auch passieren, dass Google Beamte vom bayrischen LKA fotografiert, die gerade...

Hans G. 30. Sep 2008

Die meisten sind, leider, nur zu borniert auch mal mit offenen Augen durch die Gegend...


Folgen Sie uns
       


Pathfinder Kingmaker - Golem.de live (Teil 1)

Im ersten Teil unseres Livestreams zu Pathfinder Kingmaker ergründen wir das Regelsystem, erschaffen Goleria Golerta und verteidigen unsere Burg.

Pathfinder Kingmaker - Golem.de live (Teil 1) Video aufrufen
Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen
  2. Nach Milliardenstrafe Google will Android-Verträge offenbar anpassen
  3. Google Android Studio 3.2 unterstützt Android 9 und App Bundles

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Auftragsfertiger Samsung startet 7LPP-Herstellung mit EUV
  2. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  3. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor

Neuer Kindle Paperwhite im Hands On: Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display
Neuer Kindle Paperwhite im Hands On
Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display

Amazon bringt einen neuen Kindle Paperwhite auf den Markt und verbessert viel. Der E-Book-Reader steckt in einem wasserdichten Gehäuse, hat eine plane Displayseite, mehr Speicher und wir können damit Audible-Hörbücher hören. Noch nie gab es so viel Kindle-Leistung für so wenig Geld.
Ein Hands on von Ingo Pakalski


      •  /