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Kreative und das liebe Geld

Nach der Deromantisierung des Künstlers stand die technische Reproduzierbarkeit von Kunst oder genauer gesagt die Vermarktung von Reproduktionen auf der Tagesordnung. Dazu stritten Gerhard Pfennig von der VG Bild-Kunst, Hanns-Peter Frentz vom Bildarchiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Fotograf Christoph Irrgang und die Künstlerin Cornelia Sollfrank um die Vermarktung der Fotos von Kunstwerken, die in öffentlich finanzierten Museen gesammelt werden. Cornelia Sollfrank konstatierte unter Verweis auf ein Buch von Gerhard Pfennig die "unreflektierte Übernahme der technischen Machbarkeitsterminologie und -ideologie der IT-Industrie (Stichwort Content)" und die unkritische Übernahme der "Argumentation neoliberaler Kulturpolitik", die einen "Rückzug des Staates aus der Verantwortung" für die Finanzierung der Museen propagiere.

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Panel: Technische Reproduktion
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Gerhard Pfennig wehrte sich gegen diesen Vorwurf und betonte, es ginge ihm nur darum, den chronisch unterfinanzierten Museen die Möglichkeiten zur Verbesserung ihrer Einnahmesituation aufzuzeigen. Pfennig wehrte sich auch gegen Pauschalkritik an den Verwertungsgesellschaften. Trotz der ungleichen Verteilung der Einnahmen sicherten die Verwertungsgesellschaften doch vielen Künstlern einen großen Teil ihres Einkommens. Das sei hingegen bei der Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen nicht der Fall. Nur die Verwertungsgesellschaften könnten den Künstlern angemessen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte helfen. Bei der Verletzung von CC-Lizenzen seien sie hingegen auf sich selbst gestellt.

Christoph Irrgang, der sich auf die Arbeit als Museumsfotograf spezialisiert hat, steht einer großzügigen Nutzung seiner Werke relativ offen gegenüber, solange er an den Einnahmen beteiligt und sein Name als Urheber genannt wird. Den größten Teil seines Einkommens erzielt er mit Fotos, die er im Auftrag anfertigt. Mit der Übergabe der Fotos tritt er in der Regel praktisch alle Rechte an die Auftraggeber ab und wird dafür in seinen Augen meist auch angemessen bezahlt. Er sieht sich ganz als Dienstleister, wie es den Kreativen im Laufe des Tages schon mehrfach empfohlen worden ist.

Spezialist für die Verwertung von Museumfotos, wie sie Christoph Irrgang anfertigt, ist Hanns-Peter Frentz. In seinen Augen ist die Vermarktung von Aufnahmen der in den Museen gezeigten Kunstwerke durch eine von den Museen selbst getragene Bildagentur allemal besser als eine indirekte Vermarktung über eine der beiden Marktführer Corbis und Getty. Nicht nur würde die von ihm geleitete Bildagentur der Stiftung Preußischer Kulturbesitz die Fotos in sehr hoher Qualität anbieten, sondern auch die Fotografen mit 50 Prozent an den Einnahmen beteiligen. Darüber hinaus würden die Fotos beispielsweise für Wissenschaftler wesentlich günstiger zur Nutzung angeboten werden als etwa für kommerzielle Kunstverlage. Dem öffentlichen Interesse sei so allemal besser gedient. Er zeigte sich optimistisch, dass die Museen dank der weltweiten Bildervermarktung in den kommenden Jahren spürbare Einnahmesteigerungen erreichen könnten. Bleibt nur zu hoffen, dass den Museen im Gegenzug nicht von staatlicher Seite die Zuschüsse gekürzt werden. [Robert A. Gehring]

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Der Kaiser 30. Sep 2008

Warum nicht beides kombinieren? Statt Copyright CC-Lizenzen und die...

roggenjunge 29. Sep 2008

THAT?

uhrheber 29. Sep 2008

Bitte nicht verwechseln: - Urheberrecht besagt, dass ein Recht an der eigenen Idee...

Rechtsbeistand 29. Sep 2008

dann sollten die werten kunden eben vorher die bedingungen für die billig-downloads...

unwichtig 29. Sep 2008

Nicht zur Gänze. Ich habe auch gedacht, dass das Problem alleine in unseren Köpfen...


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