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Chef der Linux-Foundation sieht keine Zukunft für Solaris

Sun widerspricht Jim Zemlin. Jim Zemlin, Chef der Linux Foundation, sieht nur für Linux und Windows eine Zukunft. Solaris und Unix im Allgemeinen werden seiner Meinung nach keine Rolle mehr spielen. Das sieht Sun naturgemäß anders.
/ Julius Stiebert
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"Die Zukunft gehört Linux und Windows" , sagte Zemlin gegenüber Infoworld(öffnet im neuen Fenster) . Für Unix und Solaris treffe dies nicht zu. Es gebe kaum noch neue Solaris-Installationen. Vielmehr sei Solaris ein veraltetes Betriebssystem, das eine Firma mit finanziellen Schwierigkeiten anbiete. Auch Hardwarehersteller sehen keine Zukunft in Solaris, so Zemlin weiter.

Sun führt gerne Techniken wie DTrace und ZFS als Unterschied zwischen Solaris und Linux an. Nach Meinung von Zemlin haben diese Techniken aber in der Realität keine Marktauswirkung. Sun versuche also, mit relativ unwichtigen Funktionen zu konkurrieren, und dies sei, als genieße man den Ausblick aus dem dritten Stock, während das Haus abbrennt. Da Sun auch Linux unterstützt, sollte das Unternehmen ZFS und DTrace auch für Linux verfügbar machen, so Zemlin weiter - die Lizenz verhindert dies derzeit.

Sun sieht dies anders: Laut Charlie Boyle, der das Marketing für Solaris leitet, kehren sogar Nutzer, die zwischenzeitlich Linux verwendet haben, zu Solaris zurück. Außerdem habe Dell gerade erst begonnen, Solaris zu verkaufen, was Boyle als Beleg für das Interesse an dem Betriebssystem sieht. Ein weiterer Beweis dafür sei die OpenSolaris-Community mit über 160.000 Mitgliedern gegenüber nur 34.000 Sun-Angestellten.


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