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Renesas verkauft Chipfabrik in Landshut

500 Beschäftigte von Management Buyout betroffen. Renesas, ein Gemeinschaftsunternehmen von Hitachi und Mitsubishi Electric, verkauft seine Chipfabrik in Landshut. In der Anlage stellen 500 Beschäftigte LCD-Treiber für Mobiltelefone, Smartcard-LSIs und Microcontroller her. Ob es einen Arbeitsplatzabbau geben wird, ist noch unklar.
/ Achim Sawall
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Der japanische Halbleiterkonzern Renesas verhandelt den Verkauf seiner einzigen Fabrik außerhalb Asiens. Das Werk im bayerischen Landshut soll in einem Buyout an zwei frühere Renesas-Manager gehen, die die Silicon Foundry Holding (SFH) gegründet haben. Wie Matthew Trowbridge, Chef von Renesas Technology Europe, Golem.de erklärte, arbeiten derzeit 500 Personen in dem Werk. Zu einem möglichen Arbeitsplatzabbau wollte sich Trowbridge nicht äußern. "Bitte verstehen sie, dass wir solche Details während laufender Verhandlungen nicht herausgeben können", erklärte er.

Die Renesas Semiconductor Europe Landshut (RSEL) existiert seit 28 Jahren und fertigt im 0,35- und 0,18-Mikron-Bereich. "Auf den sich schnell entwickelnden Märkten geht der Trend zu immer kleineren Mikrochips, die Renesas in einer kleinen Fabrik wie RSEL nicht in großen Mengen produzieren kann. In der Konsequenz reduziert sich die Auslastung bei RSEL", heißt es von Seiten Resenas zur Begründung. Renesas habe deshalb entschieden, im Zuge der Umsetzung von Plänen zur Kostensenkung und zur Steigerung der Produktionskapazität seine Investitionen auf die größeren Fertigungsstätten zu konzentrieren.

Das neue Unternehmen SFH wolle sich auf Auftragschipfertigung für den europäischen Markt konzentrieren. "Nach detaillierter Prüfung aller möglichen Optionen für die Zukunft von RSEL erscheint der Businessplan der SFH als positive Lösung. Der Schwerpunkt auf Analog-Mixed-Signalproduktion in niedrigerem Volumina für lokale Märkte scheint geeignet, um RSELs Geschäftsbetrieb weiterzuführen", so Satoru Ito, Aufsichtsratschef und CEO bei Renesas Technology. Einen Abschluss des Deals um die 100-prozentige Tochter erwartet Renesas bis Ende 2008.


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