• IT-Karriere:
  • Services:

Talking Points funkt Ortsinformationen

Bluetooth-basiertes System bietet Blinden und Sehenden Orientierung

Wissenschaftler der Universität von Michigan in Ann Arbor haben ein Bluetooth-basiertes Orientierungssystem entwickelt, das sich an Blinde und Sehende richtet. Kleine Sender, die an Geschäften, Sehenswürdigkeiten oder anderen wichtigen Orten angebracht werden, schicken Informationen auf mobile Endgeräte. Nutzer sollen die Möglichkeit bekommen, die Angebote über das Internet zu kommentieren und bewerten.

Artikel veröffentlicht am ,

Talking Points, so haben die Wissenschaftler um James Knox das System getauft, sei "der erste Schritt zu einer audiellen virtuellen Realität, die für Blinde geschaffen wurde, aber auch für Sehende sehr nützlich sein kann", erklärt Knox. Die Idee ist, Nutzern buchstäblich im Vorübergehen spezifische Informationen zu einem bestimmten Ort zu liefern.

Stellenmarkt
  1. ModuleWorks GmbH, Aachen
  2. texdata software gmbh, Karlsruhe und Bielefeld

So könnten Talking Points Passanten beispielsweise auf spezielle Angebote von Geschäften aufmerksam machen, an denen sie gerade vorbeigehen, oder ihnen Bewertungen und Tipps einspielen, die andere zu Geschäften oder Restaurants abgegeben haben. Blinde Besucher erhielten zusätzlich Hinweise auf öffentliche Toiletten, Bushaltestellen, U-Bahnhöfe oder auf Restaurants, die eine Speisekarte in Braille-Schrift anbieten.

Inhaber sollen ihre Geschäfte oder Restaurants, so die Vorstellung der Wissenschaftler, mit Funketiketten ausrüsten, kleinen Sendern, die weniger als 20 US-Dollar kosten und die Vorübergehenden kontaktieren. In Parks, an Sehenswürdigkeiten oder anderen öffentlichen Einrichtungen sollen die Kommunen die Sender installieren.

Ein mobiles Gerät, das die Vorübergehenden bei sich haben, empfängt die Signale der Sender und gibt sie nutzerspezifisch aus: Sehende Nutzer bekommen die Informationen auf dem Display angezeigt, Blinden werden sie vorgelesen. Wollen die Nutzer mehr über einen Ort und sein Angebot erfahren, können sie weitere Informationen per Klick auf den Touchscreen oder per Spracheingabe abrufen. Die derzeitige Version von Talking Points nutzt ein spezielles, etwa taschenbuchgroßes Gerät. In späteren Versionen sollen die Informationen auf das Mobiltelefon der Nutzer geschickt werden.

Die Nachrichten, die die elektronischen Hinweisschilder anzeigen, können die Inhaber über ein Webinterface eingeben und regelmäßig aktualisieren. Gleichzeitig sollen auch die Nutzer an dem System teilhaben können: Sobald ein Ort mit einem Sender ausgestattet ist, wird er im System angemeldet und erscheint auf einer Website. Die Nutzer können nun Anmerkungen zu dem Ort machen, Kommentare oder Bewertungen abgeben, die Passanten auf Wunsch abrufen können.

Talking Points sei eine Art erweiterte Realität ("Augmented Reality"), bei der nutzergenerierte Inhalte aus dem Internet und in die Realität geholt würden, damit Passanten mehr über ihre Umgebung und die Möglichkeiten, die sie bietet, erfahren, erklärt Jakob Hilden aus dem Entwicklerteam. "Wenn das System ankommt, wäre das eine effektive Möglichkeit, die ganze Welt mit Hinweisen zu versehen", ergänzt sein Kollege Jason Stewart. "Jeder, der ein entsprechendes Empfangsgerät hat, könnte mehr über seinen aktuellen Standort in Erfahrung bringen."

Die Idee für Systeme mit ortsbasierten Informationen ist nicht neu. Auch das Team um Knox hat schon vor einigen Jahren ein solches System entwickelt, damals unter Einsatz von RFID-Chips. Neu ist, dass Talking Points Bluetooth nutzt und dass es sowohl blinde als auch sehende Nutzer mit spezifischen Informationen beliefern kann. Talking Points sei, erklärt Entwickler Mark Newman, das erste System, das auch die Bedürfnisse von Blinden und Sehbehinderten berücksichtige.

Die Forscher wollen ihre Entwicklung in dieser Woche auf zwei Konferenzen in Südkorea und Großbritannien vorstellen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 114,99€
  2. 21,99€
  3. 64,99€ (Release: 7. Mai)

d2 24. Sep 2008

Sowas wurde doch schon zu Hype-Zeit um Jahr 2000 entwickelt. Leider ist mir der Name...

der Selbe 24. Sep 2008

Fast hätte ich ja angefangen dir was zu erklären. Aber geh du ruhig sterben mit deinem...

Mein Senf 23. Sep 2008

https://www.golem.de/0508/39628.html und das ist schon JAHRE alt.

Siga 23. Sep 2008

Sowas will ich schon lange: Optionator=Welche Optionen habe ich. Die coolen Shops sind in...


Folgen Sie uns
       


Surface Duo - Fazit

Das Surface Duo ist Microsofts erstes Smartphone seit Jahren - und ein ungewöhnliches dazu. Allerdings ist das Gerät in Deutschland viel zu teuer.

Surface Duo - Fazit Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /