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T-Mobile G1: Das erste Google-Smartphone

Android-Smartphone mit Online-Software-Shop und Musik-Shop. T-Mobile hat zusammen mit HTC und Google das erste Smartphone auf Basis von Android vorgestellt. Es trägt den Namen G1 und ist mit einem Touchscreen sowie einer Minitastatur ausgestattet. Wie auch auf dem Desktop ist überdeutlich das Google-Konzept zu erkennen, Daten und Applikationen ins Internet auszulagern.
/ Ingo Pakalski
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Zum Lieferumfang eines modernen Smartphones gehört eine Synchronisationssoftware, um Adressen, Termine, Notizen, Musikdaten, Fotos, Bilder oder andere Daten zwischen dem mobilen Begleiter und einem PC austauschen zu können. Eine solche Software wird dem von HTC entwickelten G1 nicht beiliegen, erklärte T-Mobile. Denn alle diese Daten werden über das Internet synchronisiert. Daher fehlt dem ersten Android-Smartphone auch ein lokaler E-Mail-Client, weil das Konzept darauf ausgerichtet ist, dass E-Mails über Google Mail oder aber einen anderen Webmailer abgerufen werden.

Google Android – Pressekonferenz-Vorstellung
Google Android – Pressekonferenz-Vorstellung (04:32)

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Zu den technischen Daten des G1 sind bislang kaum Informationen bekannt. Fest steht, dass das Smartphone einen Touchscreen besitzt, über den alle wesentlichen Befehle mit dem Finger ausgeführt werden. Mit Hilfe eines Trackballs kann das Gerät außerdem bedient werden. Für Texteingaben gibt es eine ausklappbare QWERTY-Tastatur, die das Display dann im Querformat ausrichtet. Eine deutsche Ausführung des G1 wird voraussichtlich mit einer QWERTZ-Tastatur versehen sein.

Das von Google angetriebene Android-Projekt setzt einen starken Fokus auf die Integration der Google-Dienste. So erreicht der Nutzer direkt vom Startbildschirm mit einem Fingerstrich die Google-Suche. Vorinstalliert sind Clients für den Zugriff auf Youtube, Google Mail sowie Google Maps. Letzteres ist in den USA auch mit einer Straßenansicht versehen, um sich etwa an einer bestimmten Straßenkreuzung umsehen zu können, ohne selbst da zu sein. Diese aus der Desktopausführung von Google Maps bekannte Funktion kann mit einer Kompassfunktion gekoppelt werden. Je nachdem, in welche Himmelsrichtung der G1-Besitzer sein Gerät hält, wird die Straßenansicht passend ausgerichtet.

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Zudem unterstützt das G1 die Instant-Messaging-Netze von Yahoo sowie AOL und es beherrscht das Jabber-Protokoll, insbesondere Google Talk. Passende Clients sollen den bequemen Austausch von Instant Messages vom Mobiltelefon aus ermöglichen. Ob diese Funktion auch im deutschen G1-Modell zu finden ist, bleibt abzuwarten. Denn in Deutschland verbietet T-Mobile die Nutzung aller Instant-Messaging-Funktionen über ihre mobilen Datennetze.

Für das mobile Internet besitzt Android einen HTML-Browser auf Basis von WebKit, der dem Safari-Browser auf dem iPhone ähnelt, aber dann doch einiges anders macht: Der Android-Browser zeigt beim Öffnen einen Ausschnitt der Webseite an. Anders als beim iPhone-Browser, der immer mit einer Miniaturansicht der Seite startet. Wie sich der Android-Browser in der Bedienung im Vergleich zum iPhone-Browser schlägt, muss sich in der Praxis zeigen.

Google Android – Impressionen aus dem SDK
Google Android – Impressionen aus dem SDK (04:06)

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Das G1 unterstützt GSM- sowie UMTS-Technik und beherrscht WLAN. Für einige Funktionen wird sogar zwingend ein WLAN-Zugang benötigt. Das gilt für die Nutzung von Amazon MP3, einem Online-Musik-Shop. Denn Musik kann man mit dem G1 nur dann darüber herunterladen, wenn der Nutzer über WLAN ins Internet geht. Bei Nutzung von Mobilfunknetzen ist diese Funktion gesperrt. Dann gibt es zwar Hörproben und der Kunde kann Lieder auch kaufen, aber der Download ist nicht möglich. Ob diese Funktion auch im deutschen G1-Modell zu finden sein wird, ist nicht bekannt.

Analog zum App Store von Apple steht für das G1 ein Software-Shop namens Android Market bereit. Gerätebesitzer können Software direkt auf das Mobiltelefon laden und installieren. Ob Android-Applikationen auch über andere Wege angeboten werden dürfen, ist derzeit nicht bekannt. Beim iPhone 3G ist der App Store der einzige Vertriebsweg und Apple ist zu 30 Prozent am Umsatz beteiligt.

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In den USA kann das G1 von T-Mobile vorbestellt werden, ausgeliefert wird das Android-Smartphone am 22. Oktober 2008, wenn es dann auch auf den Markt kommt. In Großbritannien wird T-Mobile das G1 im November 2008 anbieten, während das restliche Europa sich noch gedulden muss. Im ersten Quartal 2009 wird das G1 in Deutschland auf den Markt kommen. Ob bis dahin etwa HTC selbst ein Android-Gerät auf den Markt bringt, bleibt damit offen.

T-Mobile bietet das G1 in den USA nur mit SIM-Lock und Vertrag an. Bei Abschluss eines 2-Jahres-Vertrages kostet das Gerät 179 US-Dollar. Zu den Vertragskonditionen machte der Netzbetreiber keine Angaben. Die Tarife werden auch mit passenden Datentarifen gekoppelt. Für eine mobile Datenflatrate muss der Kunde monatlich 35 US-Dollar entrichten. In den USA positioniert T-Mobile das G1 eindeutig gegen das iPhone 3G von Apple, das in den USA exklusiv von AT&T vertrieben wird. Spannend kann es für den deutschen Markt werden, wo T-Mobile sowohl Apples als auch Googles Mobiltelefon vermarktet.


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