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IBM überprüft Mitarbeit in Standardisierungsorganisationen

Unternehmen will offene Standards gewährleisten. IBM hat eine neue Unternehmensrichtlinie in Kraft gesetzt, um an offenen Standards mitzuarbeiten. Dafür wird auch die derzeitige Beteiligung in Standardisierungsorganisationen wie der ISO überprüft. Auch auf Regierungsebene will sich IBM für offene Standards einsetzen.
/ Julius Stiebert
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IBM will die Mitarbeit in Standardisierungsgremien überdenken und gegebenenfalls beenden. Untersucht werde unter anderem, wie offen Prozesse gestaltet sind, welche Regeln es für die Mitglieder gibt und was für Regeln für geistiges Eigentum in den jeweiligen Organisationen gelten. Zudem will IBM Länder dazu bringen, offene Standards zu verwenden und an deren Entwicklung mitzuwirken.

Auch will IBM sicherstellen, dass technische Entscheidungen in den Gremien in jedem Fall unabhängig getroffen werden. Dafür soll auch mit Entwicklergemeinschaften wie der Open-Source-Community zusammengearbeitet werden. Sicherstellen will IBM in diesem Zusammenhang auch, dass Regeln für geistiges Eigentum klar und einfach gehalten sind, so dass offene Standards frei implementiert werden können.

Die Richtlinie sei das Resultat einer von IBM initiierten Onlinesitzung von 70 Experten, unter anderem aus den Bereichen Regierung, Recht und Standardisierung, so IBM.

Beobachter sehen die Richtlinie vor allem als Reaktion auf das ISO-Standardisierungsverfahren für Microsofts Dokumentenformat OOXML. IBM hatte sich für das bereits zuvor standardisierte Konkurrenzformat OpenDocument eingesetzt. Zwar gab es gegen den OOXML-Standardisierungsprozess Einsprüche , da es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein soll. Diese wurden von der ISO jedoch abgelehnt .


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