DDoS-Attacken gegen myanmarische Exilwebsites

Verschärfte Überwachung und DDoS-Attacken zum Jahrestag der Demonstrationen

Pünktlich zum Jahrestag der blutig niedergeschlagenen Proteste im südostasiatischen Staat Myanmar melden mehrere von Dissidenten betriebene Websites, dass sie durch Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS) lahmgelegt wurden. Im Land haben die Behörden die Kontrolle des Internets verschärft.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Militärjunta von Myanmar (auch Burma oder Birma genannt, zum Landesnamen siehe auch Wikipedia) hat keine guten Erfahrungen mit dem Internet gemacht: Obwohl die Nutzung von Internet und Mobiltelefonen in dem kleinen Land zwischen Indien, China und Thailand streng zensiert und für den Großteil der einheimischen Bevölkerung unerschwinglich ist, mussten die herrschenden Generäle im September 2007 ohnmächtig mit ansehen, wie die Bilder protestierender Mönche und Bürger in Windeseile um die Welt gingen. Tagelang bekam die Weltöffentlichkeit einen Einblick in das Geschehen in dem sonst weitgehend abgeschotteten Land - bis die Generäle nach einigen Tagen buchstäblich den Stecker zogen und das Land vom Internet trennten.

Inhalt:
  1. DDoS-Attacken gegen myanmarische Exilwebsites
  2. DDoS-Attacken gegen myanmarische Exilwebsites

Ein Jahr nach den Demonstrationen will die Regierung offensichtlich um jeden Preis verhindern, dass so etwas wieder passiert. In der vergangenen Woche etwa sei die Bandbreite deutlich verringert worden, so dass es nicht mehr möglich sei, große Dateien wie Bilder oder Videos zu verschicken. Das berichtet das im thailändischen Chiangmai ansässige Nachrichtenangebot The Irrawaddy unter Berufung auf Betreiber von Internetcafés und Webnutzer im Land.

Zudem würden Internetcafés in Rangun, der größten Stadt des Landes und bis 2005 Hauptstadt, verstärkt von den Behörden überwacht. Ein Caféinhaber sagte dem Nachrichtendienst sogar, dass die Polizei ihn angewiesen habe, die Personalien seiner Kunden zu registrieren: "Die Behörden haben uns auferlegt, die Ausweisnummern, Adressen und Telefonnummern unserer Nutzer zu notieren." Die Cafébetreiber müssen ohnehin die Aktivitäten ihrer Nutzer streng überwachen, indem sie automatisch alle 5 Minuten Screenshots von besuchten Seiten erstellen und alle 2 Wochen dem staatseigenen Provider Myanmar Info-tech Nutzerprofile zur Verfügung stellen.

Doch nicht nur inländische Anbieter bekommen die Härte der Militärjunta zu spüren. Mindestens drei Webangebote von Dissidenten im Ausland sahen sich Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS) ausgesetzt. Neben The Irrawaddy waren Khit Pyaing (The New Era Journal) mit Sitz in Bangkok sowie die im norwegischen Oslo ansässige Democratic Voice of Burma (DVB) tagelang wegen Überlastung nicht erreichbar. Die Angriffe hätten praktisch gleichzeitig am Dienstag vergangener Woche begonnen, berichtet Mizzima, ein exilmyanmarisches Webangebot aus New Delhi.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
DDoS-Attacken gegen myanmarische Exilwebsites 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Programmierung
Softwareentwicklung ist sehr subjektiv

Viele Programmierer haben ihre eigene Best Practice beim Entwickeln von Software und befolgen sie sehr strikt. Hier wäre mehr Offenheit angebracht.
Ein IMHO von Vadim Kravcenko

Programmierung: Softwareentwicklung ist sehr subjektiv
Artikel
  1. Strom: Wie wahrscheinlich ist ein Blackout?
    Strom
    Wie wahrscheinlich ist ein Blackout?

    "Blackout" könnte das Wort des Jahres werden, so viel wird davon gesprochen. Wir klären, ob Deutschland in diesem Winter wirklich seinen ersten derart verheerenden Stromausfall erleben könnte.
    Eine Analyse von Gerd Mischler

  2. IT-Sicherheit mit Kali Linux - 50 Prozent Rabatt nutzen!
     
    IT-Sicherheit mit Kali Linux - 50 Prozent Rabatt nutzen!

    Die Golem Karrierewelt bietet ihren bewährten, über vierstündigen E-Learning-Kurs "IT-Sicherheitstests und Ethical Hacking mit Kali Linux" zum halben Preis an!
    Sponsored Post von Golem Karrierewelt

  3. OpenAI: GPT-3 kann Lyrik und bekommt gute Dialoge
    OpenAI
    GPT-3 kann Lyrik und bekommt gute Dialoge

    OpenAI hat das Sprachmodell für GPT-3 aktualisiert - und das kann nun auch reimen. Eine Variante für Chats ist überraschend gut.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • LG OLED TV (2022) 55" 120Hz 949€ • Mindstar: Geforce RTX 4080 1.449€ • Tiefstpreise: G.Skill 32GB Kitt DDR5-7200 • 351,99€ Crucial SSD 4TB 319€, HTC Vive Pro 2 659€ • Samsung Cyber Week • Top-TVs (2022) LG & Samsung über 40% günstiger [Werbung]
    •  /