Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Studie: Warum modden nur wenige Chinesen World of Warcraft?

Neue Studie beschäftigt sich mit chinesischen Onlinerollenspielern. Der amerikanische Staat sponsert eine neue Studie über das Modding-Verhalten von chinesischen Onlinespielern mit 100.000 Dollar. Eine Forscherin der Universität Irvine – dort hat auch Blizzard seine Firmenzentrale – will herausfinden, warum asiatische Spieler nur selten Zusätze und Erweiterungen für World of Warcraft programmieren.
/ Peter Steinlechner
127 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Rund fünf Millionen chinesische Spieler hat World of Warcraft – etwa doppelt so viele wie US-amerikanische. Aber die US-amerikanischen Fans produzieren deutlich mehr sogenannte Mods, womit in diesem Fall beispielsweise Erweiterungen oder Änderungen an der Benutzeroberfläche gemeint sind. Warum das so ist, soll jetzt eine Studie herausfinden, die von der National Science Foundation mit 100.000 Dollar (rund 68.500 Euro) unterstützt wird. "Wir untersuchen die Gründe für diese Unterschiede, einschließlich kultureller und institutioneller Faktoren", sagte Bonnie Nardi zur kalifornischen Regionalzeitung OC Register(öffnet im neuen Fenster). Die Informatikprofessorin von der Universität Irvine spielt selbst World of Warcraft und hat sich intensiv mit unterschiedlichem Spielverhalten auseinandergesetzt.

Nardi kennt das chinesische Onlineverhalten in WoW und nimmt die Spieler in Schutz. "Die meisten chinesischen Spieler sind keine 'Goldfarmer'. Sie sind ganz normale Spieler wie jeder andere auch. Das hat die Presse völlig unverhältnismäßig dargestellt." Außerdem würden sich so gut wie alle Chinesen für die etwas härtere Spielvariante "Player versus Player" entscheiden, in den USA würde das nur etwa die Hälfte der Fans tun. Und: "Chinesischen Spielern ist die Ästhetik des Spiels wichtiger. Jedenfalls sagen sie das in Interviews öfter. Sie reden mehr über Farbschemata, Animationen, Architektur als amerikanische Spieler."


Relevante Themen