Asus' Eee-Box kommt im Oktober ab 259 Euro

Mit einigen Wochen Verspätung will Asus seinen ersten Mini-Rechner aus der neuen Kategorie der Nettops auch in Deutschland anbieten. Das erste Modell namens "Eee-Box B202" kostet mit Windows XP Home 269 Euro, mit einem nicht näher bezeichneten Linux 259 Euro. Das freie Betriebssystem nennt Asus "Easy OS", es dürfte wie schon bei den Eee-PCs eine Xandros-Variante sein.
Insgesamt ist das Linux-Modell damit deutlich günstiger. Bei beiden Varianten sind jedoch zwei Speichermodule gesteckt, so dass beim Aufrüsten mindestens eines übrig bleibt. Neben den verschiedenen Betriebssystemen ist die Eee-Box in den Farben Schwarz oder Weiß erhältlich.
Die SATA-Festplatte beider Modelle ist 160 GByte groß, nicht mehr 80 GByte wie bei den ersten Netbooks mit Festplatte. Microsoft hat seine Bedingungen für die "Ultra Low Cost PCs" (ULCPC) gelockert. Nur für entsprechend ausgestattete Rechner gibt es noch frische XP-Lizenzen.
Das Gerät kommt mit Abmessungen von 22,2 x 17,8 x 2,7 Zentimetern – samt Standfuß – auf ein Gehäusevolumen von rund einem Liter und wiegt 1,3 Kilogramm. Dabei muss aber das externe Netzteil noch berücksichtigt werden. Es leistet 65 Watt, wie viel die Eee-Box tatsächlich aufnimmt, gibt Asus bisher nicht an. Im Gegensatz zu anderen Billigrechnern liefert Asus auch Maus und Tastatur mit.
Dank DVI und S/PDIF bietet sich die Eee-Box auch als günstiger Media-Player an einem digitalen Fernseher an. Das klappt nach den bisherigen Erfahrungen mit Atom-Netbooks vermutlich mit SD-Material auch ganz ordentlich. Aufzeichnungen von DVB-S2-Sendungen oder WMV-HD überfordern Intels Sparprozessor jedoch deutlich.
Nachtrag vom 22. September 2008, um 16:05 Uhr:
Wie Asus nach Erscheinen dieser Meldung mitteilte, wird die Eee Box mit einer Halterung für VESA-Bohrungen geliefert. Damit kann der Rechner an der Rückseite eines Displays befestigt werden. Das setzt allerdings voraus, dass der Standfuß des Monitors selbst nicht bereits die VESA-Bohrungen des Bildschirms belegt.



