Oracle-Anwendungen verkaufen sich schlechter
Das US-Unternehmen Oracle erzielte in seinem ersten Finanzquartal (2008/2009) einen Gewinn in Höhe von 1,08 Milliarden US-Dollar (21 Cent pro Aktie). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Gewinn bei 840 Millionen US-Dollar (16 Cent pro Aktie). Der Umsatz stieg von 4,53 Milliarden US-Dollar auf 5,33 Milliarden US-Dollar.
Der gesamte Softwareumsatz Oracles wuchs um 20 Prozent auf 4,2 Milliarden US-Dollar. Das Umsatzvolumen der verkauften Softwarelizenzen, ein wichtiger Wachstumsindikator für die ganze Branche, kletterte um 14 Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar. Das Geschäft mit neuen Lizenzen für Datenbank- und Middleware-Software stieg um 27 Prozent auf 906 Millionen US-Dollar. Bei neuen Lizenzen für Oracle-Applikationen setzte der kalifornische Konzern mit 331 Millionen US-Dollar jedoch 12 Prozent weniger um als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, was Analysten als Folge der gegenwärtigen Schwächephase der US-Wirtschaft werteten.
Auf Unsicherheiten durch die Bankenkrise in den USA angesprochen, sagte Oracle-Co-President Safra Catz: "Insgesamt gesehen, sind wir sehr damit zufrieden, wo wir uns gegenwärtig befinden." Wie Catz erklärte, käme nur ein geringer Umsatzanteil Oracles von Unternehmen aus dem Bereich Finanzdienstleitungen. Die gegenwärtigen Turbulenzen würden keinen Einfluss auf die Performance im laufenden Quartal haben, so Catz, die ihren Posten als Finanzchefin an Jeff Epstein abgibt, aber als Co-President eine der Führungsfiguren neben Oracle-Gründer Larry Ellison bleibt.


