Jobo bringt GPS-Empfänger für Spiegelreflexkameras
Das Gerät mit der Bezeichnung photoGPS wird in den Blitzschuh der Kamera gesteckt. In dem Moment, da der Auslöser der Kamera betätigt wird, fragt der Empfänger die Position des Fotografen vom Satelliten ab und speichert sie. Anders als ein konventioneller GPS-Empfänger erfasst das Modul jedoch nur Rohdaten. Das soll Zeit und vor allem Energie sparen. So dauert die Aufnahmezeit laut Jobo nur zwei Zehntel Sekunden. Der Stromverbrauch soll dabei 18 Megajoule pro Bild betragen.
Der photoGPS ist etwa 80 Gramm schwer und 68 x 20 x 43 mm groß. Mit Energie wird das Gerät von einem integrierten Lithium-Polymer-Akku versorgt, zu dessen Laufzeit Jobo allerdings keine Angaben macht. Ein Nachteil ist, dass der Akku im Gerät nur über den Computer per USB-Anschluss aufgeladen werden kann. Wer mit dem photoGPS seine Urlaubsbilder geotaggen möchte, muss demnach sein Notebook mitnehmen. Die Kapazität des internen Speichers des Gerätes bietet laut Hersteller Platz für die Daten von rund 1.000 Aufnahmeorten.
Jobo hatte das Gerät im Februar 2007 erstmals angekündigt und will es nun auf der Photokina Ende September 2008 präsentieren. Es soll ab Oktober 2008 für 159 Euro im Handel erhältlich sein. Zum Lieferumfang gehören ein USB-Kabel sowie Windows-Software für das Geocoding und die Verwaltung der Fotos. Eine Software für MacOS X liegt nicht bei. Jobo will diese bis Ende des Jahres auf den Markt bringen.
Das Unternehmen Geotate, eine Tochter des niederländischen Chipherstellers NXP, hatte im Februar 2008 ein vergleichbares Modul vorgestellt.