Abo
  • Services:

Britische Regierung setzt Regeln für Phorm fest

Regierung antwortet auf eine Anfrage der EU zum Datenschutz bei Phorm

Die britische Regierung hat sich zu dem umstrittenen Werbedienstleister Phorm geäußert. In der Antwort auf eine Anfrage der EU konkretisierte die Regierung, unter welchen Bedingungen sie das System zulassen will. Dazu gehören die Wahrung der Anonymität der Nutzer und dass sie der Analyse ihrer Webaktivitäten zustimmen müssen.

Artikel veröffentlicht am ,

Die britische Regierung hat in einem Schreiben an Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, dargestellt, unter welchen Bedingungen sie das umstrittene Werbesystem des Anbieters Phorm zulassen wolle. Das System durchsucht die Verkehrsdaten der Nutzer auf Schlüsselwörter und liefert Werbung aus, die zu diesem Nutzungsverhalten passt.

Stellenmarkt
  1. ERGO Group AG, Düsseldorf
  2. über Hays AG, Stuttgart

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verbraucherschutz (Department for Business, Enterprise and Regulatory Reform, BERR) wolle das System zulassen, wenn dieses "auf rechtmäßige, zweckmäßige und transparente Art und Weise" eingesetzt werde, zitiert das britische Nachrichtenangebot The Register aus einer Mitteilung des BERR. Nach dem Abschluss der Untersuchungen haben die Behörden bestimmte Regeln für den Betrieb aufgestellt.

Danach muss Phorm Nutzer darüber informieren, dass deren Webaktivitäten mitgeschnitten werden und ihnen die Möglichkeit einräumen, dem zu widersprechen. "Nutzer bekommen eine unvermeidbare Erklärung zu dem Produkt und werden aufgefordert, eine Wahl zu treffen, ob sie daran teilnehmen", so das BERR. Nutzer sollen außerdem die Möglichkeit erhalten, zu jedem beliebigen Zeitpunkt ihre Wahl zu widerrufen.

Daneben verpflichtet die Regierung Phorm zur Wahrung der Anonymität der Nutzer. Das bedeutet, die Nutzerprofile bekommen eine beliebige Kennung, aus der die Identität des Nutzers nicht hervorgeht. Phorm darf nicht speichern, welche Seiten ein Nutzer besucht hat. Außerdem sollen die Schlüsselwörter für Werbeprofile so weit gefasst sein, dass sie keinen Rückschluss auf den Nutzer zulassen. Bestimmte heikle Begriffe sollen ganz ausgeschlossen werden.

Das System von Phorm ist sehr umstritten. Nach ersten Tests des Phorm-Systems, die British Telecom (BT) ohne Aufklärung und Einwilligung der Nutzer durchgeführt hatte, war es zu Protesten gekommen. EU-Kommissarin Reding hatte deshalb die britische Regierung im Juli aufgefordert, zu dem umstrittenen Werbedienst Stellung zu nehmen. Die Mitteilung, die an die Medien verschickt wurde, ist laut BERR nur ein Auszug des Schreibens an die EU-Kommission. Reding werde die Antwort prüfen, sagte ihre Sprecherin der BBC.

Internetpionier Tim Berners-Lee warnte im März 2008 eindringlich vor dem Werbedienstleister. Er würde, so Berners-Lee, seinen Provider wechseln, wenn dieser Phorm einsetze. Drei große britische Provider erwägen die Nutzung des Phorm-Systems. Neben BT sind das Virgin Media und Carphone Warehouse, die beide jedoch noch keine Tests damit durchgeführt haben.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 399€ (Wert der Spiele rund 212€)
  2. 94,90€ + Versand mit Gutschein QVO20

Kenner 18. Sep 2008

Komisch, bei mir schlägt Amazon ziemlich genau das vor, was mich interessiert (IT...

Kid Rob 18. Sep 2008

Warscheinlich wird der große Bruder zuerst als sowas getarnt werden. Wenn dann die...

Trollingen 17. Sep 2008

Da haste Recht. Unsere ganzen Hobby-Extremisten haben wohl schon ihr ganzes Pulver im...

Tor Men Tor 17. Sep 2008

Versuch' die ersten drei Einser gleichzeitig zu erledigen - Multitasking, Du verstehst?


Folgen Sie uns
       


Amazon Basics PC-Peripherie ausprobiert

Amazons Basics-Reihe beinhaltet eine Reihe von PC-Peripheriegeräten. Wir haben uns alles nötige bestellt und überprüft, ob sich ein Kauf der Produkte lohnt.

Amazon Basics PC-Peripherie ausprobiert Video aufrufen
Pie: Google und die verschollenen Android-Zahlen
Pie
Google und die verschollenen Android-Zahlen

Bis Oktober 2018 hat Google jeden Monat Zahlen zur Verbreitung der verschiedenen Android-Versionen veröffentlicht. Daran ließ sich unter anderem ablesen, wie schnell sich eine neue Version am Markt durchsetzt. Seit gut einem halben Jahr schweigt Google aber - was ist da los?
Von Tobias Költzsch

  1. Google Neue Android-Q-Beta bringt App-Blasen
  2. Security Patch Google beseitigt im April Qualcomm-Sicherheitslücken
  3. Android 10 Google veröffentlicht erste Betaversion von Android Q

Linux: Wer sind die Debian-Bewerber?
Linux
Wer sind die Debian-Bewerber?

Nach schleppendem Beginn stellen sich vier Kandidaten als Debian Project Leader zur Wahl. Zwei von ihnen kommen aus dem deutschsprachigen Raum und stellen Golem.de ihre Ziele vor.
Von Fabian A. Scherschel

  1. Betriebssystem Debian-Entwickler tritt wegen veralteter Werkzeuge zurück
  2. Linux Debian-Update verhindert Start auf ARM-Geräten
  3. Apt Bug in Debian-Paketmanager feuert Debatte über HTTPS an

Audiogesteuerte Aktuatoren: Razers Vibrationen kommen aus Berlin
Audiogesteuerte Aktuatoren
Razers Vibrationen kommen aus Berlin

Hinter Razers vibrierenden Kopfhörern, Mäusen und Stühlen steckt eine Firma aus Berlin: Lofelt produziert die Aktuatoren, die durch Audiosignale zur Vibration gebracht werden. Die Technik dahinter lässt sich auch auf andere Bereiche anwenden, wie wir uns anschauen konnten.
Von Tobias Költzsch

  1. Onlineshop Razer schließt belohnungsbasierten Game Store
  2. Raptor 27 Razer stellt seinen ersten Gaming-Monitor vor
  3. Turret Razer stellt offizielle Tastatur und Maus für Xbox One vor

    •  /