Studie widerspricht Image vom einsamen Spieler
Besonderes Augenmerk richtet die Studie darauf, in welcher sozialen Konstellation gespielt wird und ob das oft verbreitete Bild vom vereinsamten Spieler zutrifft. Es wird von der Umfrage nicht bestätigt: 65 Prozent der Teenager spielen zusammen mit anderen im selben Raum und 27 Prozent mit Menschen, zu denen sie Kontakt über das Internet halten. Amanda Lenhart, eine der Forscherinnen, führt aus: "Jugendliche, die täglich spielen, sprechen mit der gleichen Wahrscheinlichkeit per Telefon, schreiben genauso oft E-Mails und verbringen außerhalb der Schule genauso viel Zeit in Gegenwart anderer Menschen, die weniger spielen."
Die Umfrage findet kaum Hinweise darauf, dass Computerspiele ihre Kundschaft von bürgerschaftlichem Engagement abhalten oder unsoziales Verhalten fördern. Jugendliche, die sich in Spieleszenen engagieren, werden sogar überdurchschnittlich oft auch anderweitig aktiv, zum Beispiel in der Politik.
Die Studie basiert auf einer Umfrage unter 1.102 Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Durchgeführt wurde sie von Pew Internet Projekt(öffnet im neuen Fenster), einem Ableger der unabhängigen amerikanischen Nonprofit-Stiftung The Pew Charitable Trusts(öffnet im neuen Fenster).


