Tim Sweeney von Epic Games erwartet Ende von DirectX
"Grafikschnittstellen sind nur da sinnvoll, wo sehr begrenzte und festgelegte Hardwarefunktionen unter der Haube stecken". Das werde schon in naher Zukunft nicht mehr der Fall sein, wenn Chips wie Intels Larrabee oder künftige Prozessoren von Nvidia erscheinen, die deutlich mehr können als nur eine begrenzte Anzahl festgelegter Grafikbefehle. Funktionen für DirectX und OpenGL, so Sweeney, seien künftig nur noch Überbleibsel für die Kompatibilität zu älterer Software.
Auch über die nächste Konsolengeneration äußert sich Sweeney. Er erwartet, dass für Playstation 4 und Xbox 720 – oder wie auch immer die Kisten dann heißen werden – die aktuelle Systemarchitektur mit spezialisierten Grafik-, Sound- und Hauptprozessoren keine Rolle mehr spielen wird. Stattdessen könnten sich leistungsstarke Alleskönner-Chips durchsetzen. Die wären vor allem deshalb einfacher zu programmieren, weil sie mit einer einzigen Programmiersprache nutzbar sind. Derzeit, so Sweeney, verwende er bei einem Spiel wie Unreal 3 eine Programmiersprache für die Pixel Shader, eine andere für den Gameplaycode, und auf der Playstation 3 auch noch eine weitere für den Cell-Prozessor – weshalb die PS3 eine besonders große Herausforderung sei. Allerdings, so Sweeney, habe Sony in den vergangenen Jahren echte Fortschritte gemacht: "Ich glaube, dass Sony zunehmend den Wert einer Plattform erkennt, für die es einfach ist zu programmieren – mit erstklassigen Tools und erstklassiger Infrastruktur."
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