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Tim Sweeney von Epic Games erwartet Ende von DirectX

Epics Chefprogrammierer über die Zukunft der Spielegrafik

Die Rückkehr der Programmiersprachen mit quasi unbegrenzten Möglichkeiten erwartet Tim Sweeney, Chefprogrammierer bei Epic Games. Er ist sicher, dass sich die Zeit von Schnittstellen wie DirectX und OpenGL dem Ende nähert - und hofft, dass auch Konsolenhersteller die neuen Möglichkeiten sinnvoll nutzen.

Artikel veröffentlicht am ,

Tim Sweeney, Epic Games
Tim Sweeney, Epic Games
"Ich erwarte, dass wir in der nächsten Hardwaregeneration den Grafikcode zu 100 Prozent in einer echten Programmiersprache schreiben - nicht in DirectX, nicht in OpenGL, sondern eher in C++ oder in Cuda", sagt Tim Sweeney, Chefprogrammierer bei Epic Games, den Machern von Spielen wie Unreal und Gears of War. Sweeney äußert sich im Interview mit der amerikanischen Seite Ars Technica. Swenney hält die Möglichkeiten von DirectX und OpenGL für zu eingeschränkt, um angesichts der immer aufwendigeren und ausgefeilteren Spielegrafik noch lange existieren zu können.

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"Grafikschnittstellen sind nur da sinnvoll, wo sehr begrenzte und festgelegte Hardwarefunktionen unter der Haube stecken". Das werde schon in naher Zukunft nicht mehr der Fall sein, wenn Chips wie Intels Larrabee oder künftige Prozessoren von Nvidia erscheinen, die deutlich mehr können als nur eine begrenzte Anzahl festgelegter Grafikbefehle. Funktionen für DirectX und OpenGL, so Sweeney, seien künftig nur noch Überbleibsel für die Kompatibilität zu älterer Software.

Unreal (1998)
Unreal (1998)
Sweeney erinnert an die vom ihm entwickelte Unreal-Engine 1, die insbesondere beim 1998 veröffentlichten Ego-Shooter Unreal von Epic Games zum Einsatz kam. Das Spiel lief wahlweise im Softwaremodus oder mit den damals neuen 3D-Karten. Selbst ohne die zusätzliche Hardware beherrschte es Effekte wie buntes Licht und volumetrischen Nebel - auch auf einem damals üblichen Pentium 90 noch ausreichend schnell. Auf aktuellen Prozessoren wäre entsprechend deutlich mehr möglich. Sweeney sagte, er könne sich ebenso eine Wiederkehr fast vergessener Technologien vorstellen, etwa ein Comeback der eigentlich überholten Voxel-Engines; Ähnliches hatte Crytek-Chef Cevat Yerli Ende August 2008 bei einem Vortrag während der Developers Conference im Rahmen der GC 2008 in Leipzig gesagt.

Auch über die nächste Konsolengeneration äußert sich Sweeney. Er erwartet, dass für Playstation 4 und Xbox 720 - oder wie auch immer die Kisten dann heißen werden - die aktuelle Systemarchitektur mit spezialisierten Grafik-, Sound- und Hauptprozessoren keine Rolle mehr spielen wird. Stattdessen könnten sich leistungsstarke Alleskönner-Chips durchsetzen. Die wären vor allem deshalb einfacher zu programmieren, weil sie mit einer einzigen Programmiersprache nutzbar sind. Derzeit, so Sweeney, verwende er bei einem Spiel wie Unreal 3 eine Programmiersprache für die Pixel Shader, eine andere für den Gameplaycode, und auf der Playstation 3 auch noch eine weitere für den Cell-Prozessor - weshalb die PS3 eine besonders große Herausforderung sei. Allerdings, so Sweeney, habe Sony in den vergangenen Jahren echte Fortschritte gemacht: "Ich glaube, dass Sony zunehmend den Wert einer Plattform erkennt, für die es einfach ist zu programmieren - mit erstklassigen Tools und erstklassiger Infrastruktur."



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Atreyu 22. Sep 2008

Man kann Sony zumindest eine gute Marktstrategie vorwerfen, aber in Sachen...

Kid Rob 18. Sep 2008

Windows?

Eitum 17. Sep 2008

Selbst wenn die Assemblerbefehle gleich bleiben würden, ändert sich bei jeder...

Vollstrecker 17. Sep 2008

Pentium 60 inkl. Rechenfehler, 16 MB RAM und einer Rendition Verité 2000 lief Unreal I...

spanther 17. Sep 2008

Wenn diese Schnittstellen aussterben und das komplett, dann gäbe es nichts mehr was Linux...


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