Hewlett-Packard will 24.600 Arbeitsplätze abbauen
Die Integration von EDS kostet Arbeitsplätze bei Hewlett-Packard und bei dem IT-Outsourcing-Experten EDS. Der Abbau soll "die gemeinsamen Services-Bereiche angleichen", so HP. Betroffen von dem Abbau, der über 3 Jahre läuft und bis Oktober 2009 zur Hälfte erfolgt sein wird, sind 7,5 Prozent der Beschäftigten im Gesamtunternehmen. Die Kürzungen erfolgen in der Verwaltung, der Rechtsabteilung und in anderen Bereichen. Die Hälfte des Arbeitsplatzabbaus betrifft die USA.
HP hatte die Integration von EDS im August 2008 abgeschlossen. Vor der Zusammenlegung hatte HP 178.000 Beschäftigte, für EDS arbeiteten 142.000 Menschen. Mit IT-Services generierte HP im letzten Quartal 17 Prozent seines Umsatzes.
Als HP im Jahr 2002 für 18,9 Milliarden US-Dollar Compaq Computer gekauft hatte, wurden 16.800 Arbeitsplätze abgebaut. Firmenchef Hurd hatte, nachdem er 2005 die Konzernführung übernahm, bereits 15.000 Stellen im Unternehmen gestrichen. Die Aktie des Unternehmens aus dem kalifornischen Palo Alto stieg nach Bekanntgabe des Stellenabbaus um 37 Cent auf 45,70 Dollar. Das Papier hatte im Jahresverlauf 10 Prozent verloren.
HP-Deutschland-Sprecher Norbert Gelser sagte Golem.de, er könne zum Umfang des Stellenabbaus in Deutschland derzeit keine Angaben machen. "Die Beratungen mit dem Europäischen Betriebsrat werden anlaufen. Zahlen kann ich hier noch nicht nennen", so Gelser. Nach seinen Angaben hatte HP Deutschland im Jahr 2007 eine Belegschaftsstärke von 8.500 Beschäftigten. Bei EDS Deutschland arbeiteten im selben Jahr 4.200 Menschen.