Aus Open Market soll DRM-Ökosystem werden
Wie aus einer vorab bekanntgewordenen Meldung der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) hervorgeht, haben sich insgesamt 20 Unternehmen zusammengefunden, um für interoperable Geräte und Dienstleistungen mit DRM-Unterstützung zu sorgen. Innerhalb eines sogenannten "Digital Entertainment Content Ecosystem" sollen nach den Vorstellungen des DECE-Konsortiums Filme und weitere Downloadinhalte von den Kunden problemlos kopiert werden können. Die Kunden könnten die im Internet gekauften Filme dann zwischen allen ihren DECE-kompatiblen Geräten transferieren, auch wenn sie mit DRM ausgerüstet sind. Geräte und Internetangebote mit DECE-Unterstützung sollen durch ein Logo für Kunden eindeutig erkennbar gemacht werden.
Hinter DECE-Initiative stehen unter anderem Alcatel-Lucent, Best Buy, Cisco, Comcast, Fox Entertainment, Hewlett-Packard, Intel, Lions Gate Entertainment, Microsoft, NBC Universal, Paramount Pictures, Philips, Sony, Toshiba, VeriSign und Warner Brothers. Weder Apple, dank iTunes und iPod zum größten Onlinemusikhändler weltweit aufgestiegen, noch Disney, eines der wichtigsten Hollywood-Studios, sind bisher mit von der Partie.
Offiziell sollen die DECE-Pläne im kommenden Januar 2009 auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas vorgestellt werden. Durch einen vorab von Reuters veröffentlichten und mittlerweile wieder von der Website der Nachrichtenagentur verschwundenen Artikel waren Informationen darüber aber schon Ende der vergangenen Woche an die Öffentlichkeit gedrungen. [Robert A. Gehring]