Deutschland bei Breitband über 5 MBit/s abgeschlagen
Der CDN-Anbieter Akamai hat seinen zweiten Quartalsbericht zum Zustand des Internets veröffentlicht. Akamai beobachtete in Südkorea die weltweit meisten schnellen Breitbandverbindungen mit über 5 MBit/s. Am unteren Ende des Bandbreitenspektrums rangierte Ruanda in Ostafrika und die Salomon-Inseln im Südwestpazifik. Von dort aus erreichen über 93 Prozent der Verbindungen, die Akamai registrierte, nicht einmal 256 KBit/s Bandbreite.
Deutschland verzeichnet laut dem Bericht auf das erste Halbjahr gesehen mit einem Plus von 18 Prozent den stärksten Zuwachs an Unique-IP-Adressen. Insgesamt liegt das Land, bezogen auf die Anzahl der IPs, mit 23.826.611 weltweit auf Rang vier, so Akamai.
Der Bericht zeigt, dass sich Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS) auch weiterhin Sicherheitslücken zunutze machen, die bereits vor Jahren identifiziert wurden. Zwischen April und Juni 2008 wurden weltweit Internetattacken aus 139 Ursprungsländern verzeichnet. Japan und die USA waren die Herkunftsländer, aus denen 50 Prozent des Datenverkehrs aus Angriffen herrührte. Attackiert wurden über 400 einzelne Netzwerkports zumeist mit Würmern, Viren und Bots, die schon seit Jahren im Internet verbreitet sind. SQL-Injection-Hacks von Webseiten nahmen weiter zu und betrafen hunderttausende Angebote, so der Bericht.
Mehrere wichtige Webseiten wie Amazon.com und Slashdot.org, viele große Shared-Hosting-Provider und die Cloud-Computing-Plattformen von Google und Amazon zeigten im Berichtszeitraum Ausfälle.
An Akamai sind unter anderem Apple, Cisco und Microsoft beteiligt.



