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Beschäftigte bei Kabel Deutschland gegen Stellenabbau

Firmenchef sieht "Zukunft des Unternehmens" auf dem Spiel. Bei Kabel Deutschland (KDG) wird es am 16. September 2008 Proteste gegen den geplanten Abbau von Arbeitsplätzen geben. Im Rahmen einer Betriebsversammlung ist in Hannover eine "aktive Mittagspause" geplant, wo Betroffene für den Erhalt der Arbeitsplätze demonstrieren wollen. Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber will 313 Stellen streichen, betriebsbedingte Kündigungen sind nicht ausgeschlossen.
/ Achim Sawall
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Beim Kabelnetzbetreiber KDG werden im Rahmen einer Restrukturierung Teile der technischen Serviceleistungen an externe Dienstleistungsunternehmen ausgelagert. "Betroffen davon sind voraussichtlich 300 Arbeitsplätze an verschiedenen Standorten in Deutschland. Die Geschäftsführung hat dazu Gespräche mit dem Konzernbetriebsrat aufgenommen", hieß es Ende August 2008 aus dem Unternehmen.

10 Prozent aller Arbeitsplätze sollen so wegfallen. "Der Markt ist extrem wettbewerbsintensiv, deshalb müssen wir unsere Kostenposition laufend überprüfen und wenn notwendig handeln", begründet KDG-Chef Adrian von Hammerstein. "Das ist hart, aber es geht dabei letztlich um die Zukunft des Unternehmens".

In Niedersachsen sollen 111 der insgesamt 236 Arbeitsplätze wegfallen. Die Standorte Leer und Bremerhaven werden komplett geschlossen, in Hannover fallen 33 von 58 Jobs weg. In der Technik sei nach Berechnungen der Dienstleitungsgewerkschaft Verdi mit Lohneinbußen von 20 Prozent zu rechnen. Außerdem plane die KDG, Aufträge auch an günstiger arbeitende Firmen zu vergeben. "Wir werden den Abbau von so vielen Arbeitsplätzen nicht hinnehmen", sagte der Verdi-Fachbereichsleiter Hugo Waschkeit. Das Unterfangen, in der Region einen neuen Arbeitsplatz zu finden, sei nahezu aussichtslos.


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