Mini-LED-Projektor von 3M kommt im Oktober
Die Projektionsfläche gibt 3M mit einer Bilddiagonalen von bis zu 50 Zoll (1,27 Metern) an, allerdings ist das nur bei sehr dunklen Räumen sinnvoll. Die LEDs im 3M-Gerät oder in den konkurrierenden Pico-Projektoren mit DLP-Technik leuchten mit 10 Lumen, was nach ersten Erfahrungen auf der IFA für einen Betrieb in sehr hellem Sonnenlicht zu wenig ist. Dafür arbeitet der lüfterlose MPro 110 lautlos und wahlweise im Akkubetrieb oder mit dem mitgelieferten Netzteil.
Im Akkubetrieb hält das Gerät laut Hersteller bis zu eine Stunde durch, deutlich weniger als die DLP-Konkurrenten. Bei Aipteks von den Daten her weitgehend identischen PocketCinema V10, in dem ebenfalls die Technik von 3M steckt, werden rund 45 Minuten Durchhaltevermögen bis zum nächsten Akkuladen angegeben.
Der Mini-Projektor von 3M verfügt über ein Gewinde, über das er an ein handelsübliches Stativ geschraubt werden kann. Ein Stativ liegt nicht bei, dafür aber der Akku, ein VGA-Kabel und ein Videokabel (Cinch) mit Adapter. Ein Lautsprecher ist nicht integriert, anders als bei den meisten Konkurrenten.
Der 3M MPro110 soll Anfang Oktober 2008 für zwischen 349 und 398 Euro auf den Markt kommen. Zum Vergleich: Pearl will einen Pocket-LED-Beamer von Divistar ab Mitte September 2008 für 169,90 statt 299 Euro ausliefern. 299 Euro wird Optoma für seinen im November folgenden Pico Pocket Projector verlangen. Aiptek will sein PocketCinema V10 ebenfalls im September ausliefern, für 350 Euro. Alle vier Geräte werden für Präsentationen und Unterhaltung unterwegs angepriesen, sie wiegen wenig und sind so kompakt, dass sie leicht mitgenommen werden können. Einen vollwertigen Ersatz für lichtstärkere Projektoren können sie nicht darstellen.


