3D-Objekte für wissenschaftliche Aufsätze
Ob Moleküle, Berge, Galaxien oder Organe – viele Arbeiten in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen lassen sich anschaulicher mit dreidimensionalen Ansichten von komplexen Objekten illustrieren. Bislang mussten die Wissenschaftler jedoch mit zweidimensionalen Bildern vorlieb nehmen. Eine Gruppe von deutschen und indischen Wissenschaftlern an der Berliner Charité hat jedoch eine Technik entwickelt, mit der sich dreidimensionale Objekte in PDF-Dateien einbetten lassen. Wissenschaftliche Aufsätze werden elektronisch meist in diesem Format veröffentlicht.

Das Team um den Genetiker Andreas Ziegler hat mehrere Programme miteinander kombiniert, darunter das 3D-Grafikprogramm PyMOL, das für wissenschaftliche Anwendungen entwickelt wurde, und Adobes 3D Reviewer. So ist es ihnen gelungen, aus dem Bild eines Moleküls ein interaktives 3D-Objekt zu erstellen und dieses in eine PDF-Datei zu exportieren. Ihre Entwicklung stellen die Forscher in der aktuellen Ausgabe der wissenschaftlichen Zeitschrift "Trends in Biochemical Sciences(öffnet im neuen Fenster)" (TiBS) vor. Eine Anleitung zur Erstellung von 3D-Objekten(öffnet im neuen Fenster) haben sie auf ihrer Website veröffentlicht.
Da die Objekte interaktiv sind, kann der Nutzer sie drehen und bewegen. Die Darstellung erfolgt ganz einfach im PDF-Reader. Eine Erweiterung oder ein Internetzugang sind dafür nicht nötig.


