Quelle soll größtes Internetkaufhaus Deutschlands werden
Quelle-Chef Mark Sommer hat gegenüber den Nürnberger Nachrichten(öffnet im neuen Fenster) angekündigt, die überalterte Versandhausmarke Quelle in ein modernes Internetkaufhaus umzuwandeln. Der Homeshopping-Bereich der früheren Versandsparte von Arcandor (ehemals KarstadtQuelle) habe jahrelang "zweistellige Umsatzrückgänge und dreistellige Millionenverluste" verzeichnet. Bei dem Umbau wurden zugleich 4.500 Arbeitsplätze abgebaut. Nun soll Quelle 2009 wieder in die schwarzen Zahlen geführt werden. Dazu werde das Unternehmen von einem Versandhaus mit Katalog und Läden sehr schnell "zum größten Internetkaufhaus im Land" umgebaut, so Sommer. "Der Anteil des Internetgeschäftes, der heute bei 40 Prozent liegt, wird in wenigen Jahren zwei Drittel erreichen."
Sommer will bei Quelle im Internet nicht mehr selbst ein Vollsortiment anbieten, sondern über fast alle Bereiche verstärkt mit Partnern im Handel zusammenarbeiten, die dann ihre Produkte auf der Internetplattform verkaufen. Schon heute arbeite Quelle auf dieser Basis mit dem Haushaltswarenhersteller WMF oder den Modemarken Esprit und S.Oliver zusammen. Davon könnte bis zu einem Drittel des jetzigen Warenangebots betroffen sein. Bei Quelle.de könne "in wenigen Jahren der Anteil der Quelle-fremden Sortimentsartikel bei etwa der Hälfte liegen", erklärt Sommer. Auch neue Sortimentsbereiche wie Arzneimittel könnten in den Onlineshop kommen. "Sie müssen sich das als großes virtuelles Einkaufszentrum vorstellen, das Millionen von Kunden betreten können."
Im Bereich Einkauf, wo derzeit rund 500 Mitarbeiter beschäftigt sind, würden durch die Umwandlung, über die kommenden 18 bis 24 Monate weitere Arbeitsplätze wegfallen. Auch die Zahl der 120 stationären Quelle-Technik-Center will Sommer verringern.
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