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Interview: Wir wollen die Globalisierung der CC-Lizenz

Golem.de: Über Google gab es in letzter Zeit oft negative Schlagzeilen wegen Datenschutzproblemen und der Angst vor einer zu deutlichen Übermacht durch den Chrome-Browser. Wie sehen Sie den aktuellen Stand des Internets im Hinblick auf solche Entwicklungen?

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Ito: Eines der größten Probleme von Aktiengesellschaften in kapitalistischen Systemen ist der Druck durch die Aktionäre, stets den Profit zu maximieren. Wenn ein Unternehmen in einem gesunden Umfeld gut wirtschaftet, kann es eine Zeit lang nach eigenen Maßstäben agieren. Aber früher oder später wird es schlicht darum gehen, Geld zu verdienen. Das führt dann zu solchen Entwicklungen. Monopole verdienen natürlich am meisten Geld und es ist schwierig für ein Unternehmen, der Versuchung zu widerstehen, noch mehr Geld zu erwirtschaften. Das ist sozusagen der natürliche Lauf der Dinge - ein wenig so wie Thermodynamik. Firmen wie Google erreichen eine gute Position und wachsen ständig weiter.

Auf der anderen Seite ist Google in dieser Hinsicht besser als die meisten anderen großen Unternehmen. Sie geben der Mozilla Foundation Geld, sie unterstützen zahlreiche neue Produkte und Projekte und das meiste Geld, das Google über Werbung verdient, fließt wieder zurück in das Start-up-Umfeld. Vier bis fünf Milliarden US-Dollar jährlich gehen zurück in die Community der Start-ups, wodurch neue Ideen generiert und unterstützt werden. Früher war das anders. Die meisten etablierten Monopole - insbesondere die Telekommunikationsunternehmen - investierten in ihre eigenen Labore und entwickelten geheime Projekte. Da Google das Geld aber wieder streut, bleibt es für Konkurrenten einfacher, sich im Internet zu etablieren. Google wurde sehr schnell zu dem, was es heute ist. Oracle und Microsoft beispielsweise halten sich nun schon sehr lange. Wir müssen abwarten, wie Google sich entwickelt. Es gibt jedoch schon jetzt definitiv einige negative Auswirkungen.

Für mich als Investor ist vor allem der enorm gestiegene Preis für Personal problematisch. Insbesondere hoch qualifizierte IT-Experten sind extrem teuer geworden. Das ist gut für sie, aber langfristig ergeben sich daraus Probleme, weil diese Kosten für Start-ups nicht tragbar sind. Ein leitender Softwaremanager verlangt momentan mehr als 200.000 US-Dollar im Jahr. Die meisten frisch gegründeten Unternehmen können sich so jemanden nicht leisten. Generell sind die Personalkosten in diesem Bereich in einem Jahr um etwa 30 Prozent gestiegen. Dadurch erhöhen sich auch Immobilienpreise. Da wächst eine neue Blase in Silicon Valley, die es Neugründungen extrem schwer macht. [Das Interview führte Michael Liebe auf der Ars Electronica in Linz]

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Der Kaiser 13. Sep 2008

Begründung?

fraitag 12. Sep 2008

Ich auch und füge noch hinzu, dass es sich um ein absolut wichtiges Thema handelt.

LennStar 12. Sep 2008

Du darfst nicht deutsche Gesetzgebung für die ganz Welt gültig halten. Schöpfungshöhe...

Rainer Tsuphal 12. Sep 2008

Hinweis: Am 2. Januar 2009 wird das neue Ars Electronica Center eröffnet. http://www.aec...


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