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Interview: Wir wollen die Globalisierung der CC-Lizenz

Golem.de: Wie meinen Sie das genau?

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Ito: Wikipedia ist beispielsweise ein sehr wichtiger Inhalt, der von Amateuren produziert wurde und wird. Das ist ein wesentlicher Teil unserer Kultur und sogar die populärste Inhaltsseite im Internet - zumindest was Suchergebnisse betrifft. Aber bei Wikipedia ist die wichtigste Regel, dass jeder Inhalt durch eine genaue Quellenangabe bestätigt werden muss. Man kann nichts Originäres dort platzieren. Und nahezu alle diese Angaben beziehen sich auf professionelle Medien.

Die Zusammenarbeit der professionellen Medien und der Wikipedia-Community beruht also auf einer gewissen Gegenseitigkeit. Ich denke, der Konflikt zwischen Amateuren und Profis ist eigentlich eher eine Form der Teilhabe an der gemeinsamen Produktion von Inhalten. Ein weiterer Punkt ist die Art, wie heutige Konsumenten Medieninhalte nutzen. Die allgegenwärtige Weiternutzung, das Remixing und Teilen, ist eigentlich eine Form auszudrücken, wie sehr die Leute diese Inhalte mögen. Egal ob es sich dabei um Spiele, Filme oder Musik handelt. Das Problem ist aber, dass die meisten Inhaltsanbieter diese Leute als Piraten betrachten, weil sie Urheberrechtsgesetze brechen. Aber eigentlich sind das nur Fans! Die Trennung zwischen richtigen Piraten und Fans ist also sehr wichtig. Die meisten etablierten Kulturproduzenten verwechseln regelmäßig Fantum mit Piraterie. Das ist sehr schade und muss unbedingt korrigiert werden.

Golem.de: Ist ein völlig neues Rechtssystem nötig, um dieser Dynamik sachgerecht zu begegnen?

Ito: Da ich ja auch Risikokapitalinvestor bin, denke ich stets in Transaktionskosten. Mit der Verbreitung und Etablierung des Internets und insbesondere des World Wide Web sanken die Kosten, bestehende Netzwerke miteinander zu verbinden. Man konnte zwar viele der heutigen Prozesse schon vorher ablaufen lassen, doch heute ist es erheblich günstiger und einfacher geworden. Und Transaktionskosten zu senken bedeutet immer auch, dass es einfacher wird, Dinge geschehen zu lassen. Das aktuelle Urheberrecht ist sehr schwerfällig und mühsam. Wenn ich etwas mit jemandem teilen will, muss ich extra einen Vertrag aufsetzen. Creative Commons ist ein Beispiel für einen solchen Vertrag. Auch wenn wir damit vieles erheblich einfacher machen, ist es immer noch insgesamt schwierig, weil man die verschiedenen Lizenzen genau durchlesen muss, um das System wirklich zu verstehen. Es wäre viel besser, wenn wir die Creative-Commons-Lizenz gar nicht bräuchten. Aber so einfach ist das nicht. Wir können zwar Lösungen liefern, bei denen bestehende Gesetze nicht verändert werden müssen, aber das verwirrt die Leute und ist schwierig zu verstehen.

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Der Kaiser 13. Sep 2008

Begründung?

fraitag 12. Sep 2008

Ich auch und füge noch hinzu, dass es sich um ein absolut wichtiges Thema handelt.

LennStar 12. Sep 2008

Du darfst nicht deutsche Gesetzgebung für die ganz Welt gültig halten. Schöpfungshöhe...

Rainer Tsuphal 12. Sep 2008

Hinweis: Am 2. Januar 2009 wird das neue Ars Electronica Center eröffnet. http://www.aec...


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