Abo
  • Services:

Orakel soll P2P-Netze schneller und billiger machen

P2P'08 in Aachen: Die Topologie von P2P-Netzwerken ist verbessungswürdig

Mit einem Orakel sollen Internetprovider P2P-Clients auf die Sprünge helfen. So soll mehr Traffic im Netz eines ISPs gehalten werden, was für den Netzbetreiber die Kosten reduziert und für den Nutzer die Übertragungsgeschwindigkeiten erhöht. Erste Tests der Technik sind vielversprechend.

Artikel veröffentlicht am ,

Der intelligente Aufbau von Peer-to-Peer-Netzwerken ist schwer. Von ihrer Architektur her stellen P2P-Netze eine zusätzliche Netzwerkschicht im Internet bereit, die Fachleute als "overlay" bezeichnen. Diese zusätzliche Netzwerkschicht weist aufgrund der bisher üblichen P2P-Protokolle eine hohe topologische Unabhängigkeit von der IP-basierten Internetstruktur auf. Diese Unabhängigkeit ermöglicht einerseits den enorm flexiblen Aufbau von P2P-Netzen, andererseits erschwert sie das effiziente Routing zwischen den Knoten des Netzwerks.

Statt auf die optimierten Routingtabellen der Internetrouter zurückgreifen zu können, müssen P2P-Netze eigene Routingtabellen anlegen und pflegen. Dabei können die Routingstrecken weite Wege zwischen Clients vorgeben, die in aller Welt und ganz unterschiedlichen Teilnetzen verteilt sind. Außerdem kommen permanent P2P-Clients zum Netzwerk hinzu oder verabschieden sich daraus. Dieses Phänomen, das als churn bezeichnet wird, macht eine häufige Neuorganisation der Routingtabellen erforderlich.

Aus Sicht der Internetprovider (ISPs), die Bandbreite zur Verfügung stellen müssen, führt das teils abenteuerliche P2P-Routing oft zu hohen Kosten: Für Datenverkehr, der ihr Netz verlässt und über internationale Leitungen wandert, müssen sie Geld an die Backbone-Betreiber zahlen. Angesichts dessen, dass je nach Quelle 20 bis 70 Prozent des Traffics in den Backbone-Leitungen von P2P-Netzen verursacht wird, wird das Einsparpotenzial deutlich, das mit einem intelligenteren Routing verbunden wäre.

Anja Feldmann von den Deutschen Telekom Laboratories und Professorin an der TU-Berlin, stellte bei der diesjährigen Peer-to-Peer-Konferenz in Aachen einen Lösungsansatz vor. Ein sogenanntes "Orakel" soll ISPs und P2P-Entwickler/-Netzbetreiber zu mehr Kooperation bewegen. Dieses Orakel stellt P2P-Clients wesentliche Informationen über die Netzwerkeigenschaften im jeweiligen Netzwerksegment des ISPs zur Verfügung. Die P2P-Clients sollen diese Informationen dann beim Aufbau der Routingtabellen nutzen, um die Topologie des P2P-Netzwerkes besser der unterliegenden Topologie der IP-Verbindungen anzupassen. Die optimalen Nachbarn eines Knotens könnten so mit Hilfe des ISPs aus demselben Netzwerksegment wie der Knoten gewählt werden - und nicht vom anderen Ende der Welt.

Orakel soll P2P-Netze schneller und billiger machen 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. jetzt bei Apple.de bestellbar
  2. bei Alternate.de
  3. 57,99€

M.Kessel 17. Sep 2008

Klar. Aber ich habe an dem Konzept ganz andere Bedenken. Durch die massiven...

Dunsthaube 15. Sep 2008

Gabs alles schon in der Antike. Damals grandios gescheitert, weil es noch kein p2p gab...

jarod1701 12. Sep 2008

...schließlich bist du viel schlauer als diese Doofen, die sich das ausgedacht haben...

blq 12. Sep 2008

Weil es dem User vermutlich so gut wie gar nichts bringt - ich kann mich zumindest...

Siga 12. Sep 2008

Der Verkehrsminister könnte vielleicht potenziell irgenwann in 1000 Jahrn mal am...


Folgen Sie uns
       


Wir fahren den Jaguar I-Pace - Bericht (Genf 2018)

Wir sind den Jaguar I-Pace in Genf probegefahren und konnten ihn trotz nassem Wetter nicht aus der Spur bringen.

Wir fahren den Jaguar I-Pace - Bericht (Genf 2018) Video aufrufen
HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  2. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort
  3. Vive Focus HTC stellt autarkes VR-Headset vor

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

    •  /