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Orakel soll P2P-Netze schneller und billiger machen

Warum sollten sich ISPs auf den Einsatz des Orakels einlassen? Zum einen bedeutet weniger Traffic für die Provider Kosteneinsparungen in nicht unerheblichen Größenordnung. Darüber hinaus wurde das Orakel so entwickelt, dass Inhalte, die von Clients verbreitet werden, beim ISP nicht gespeichert werden. Das soll eine Haftung des ISPs für möglicherweise vom Kunden begangene Urheberrechtsverletzungen ausschließen.

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Die in Aachen versammelten P2P-Forscher lenkten die Aufmerksamkeit auf Fragen von Sicherheit und Datenschutz beim Ansatz von Feldmann. Sie sahen ein Risiko darin, dass böswillige Clients die Orakel-Liste einfach in umgekehrter Reihenfolge auswerten könnten, um den Datenverkehr künstlich zu verlangsamen. Sie bezweifelten auch, dass die P2P-Nutzer ihren ISPs das notwendige Vertrauen entgegenbringen, um sich auf deren Zuarbeit beim Filesharing zu verlassen.

Schließlich wurde auf ein Dilemma hingewiesen, das entsteht, wenn mehrere Provider nach dem Orakel-Modell zusammenarbeiten sollen: Nicht alle Provider haben Interesse daran, den Datenverkehr lokal auf einzelne Segmente zu konzentrieren. Insbesondere die Backbone-Provider (Tier-1 Carrier) wollen, dass möglichst viele Datenpakete zwischen unterschiedlichen ISPs ausgetauscht werden. Schließlich verdienen sie ihr Geld mit dem Verkauf von Leitungskapazitäten an die ISPs. Diesem Dilemma könnte man aber mit Serviceverträgen begegnen, antwortete Feldmann.

Im Rahmen der P4P-Arbeitsgruppe (P4PWG) gibt es bereits Standardisierungsbemühungen für eine Kooperation zwischen ISPs und P2P-Netzwerken. Gegründet auf Initiative des P2P-Anbieters Pando Networks und des Netzwerkanbieters Verizon gehören zur Arbeitsgruppe inzwischen eine ganze Reihe von Backbone-Providern, ISPs, Medien- und Technologieunternehmen sowie Forschungseinrichtungen, von denen der überwiegende Teil aus den USA stammt. Die P4PWG arbeitet an einem ganz ähnlichen Verfahren wie Feldmann. Dabei sollen von den ISPs betriebene iTracker die P2P-Clients mit optimierten Routinginformationen versorgen. Erste Feldversuche lieferten auch hier vielversprechende Ergebnisse. Es scheint, dass die Zeit für eine Kooperation von Internetprovidern und P2P-Anbietern reif ist. [von Robert A. Gehring]

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M.Kessel 17. Sep 2008

Klar. Aber ich habe an dem Konzept ganz andere Bedenken. Durch die massiven...

Dunsthaube 15. Sep 2008

Gabs alles schon in der Antike. Damals grandios gescheitert, weil es noch kein p2p gab...

jarod1701 12. Sep 2008

...schließlich bist du viel schlauer als diese Doofen, die sich das ausgedacht haben...

blq 12. Sep 2008

Weil es dem User vermutlich so gut wie gar nichts bringt - ich kann mich zumindest...

Siga 12. Sep 2008

Der Verkehrsminister könnte vielleicht potenziell irgenwann in 1000 Jahrn mal am...


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