16 Prozent der Deutschen nutzen Internet auf dem Handy
Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen TNS Infratest hat die Deutschen nach ihren Gewohnheiten zur Internetnutzung am Handy befragt. Dabei ging es um die Art der aufgerufenen Webseiten und des Contents. Die Nutzung des mobilen Internets über Datenkarten und Mobilfunk war nicht Gegenstand, erklärte TNS-Infratest-Geschäftsführer Wolfgang Werres Golem.de auf Nachfrage.
So geben zwölf Prozent der Befragten an, nur den E-Mail-Empfang oder Versand über das Handy zu nutzen. Drei Viertel bedienen sich dafür eines E-Mail-Push-Dienstes. Zwei Fünftel dieser Gruppe besuchen mit dem Handy die Website des E-Mail-Anbieters, um ihre Mails zu checken.
Rund 9 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren haben mit dem Handy bereits eine Website besucht. Die Hälfte (55 Prozent) derer, die das mobile Internet bereits genutzt haben, geht nur auf WAP-Seiten. "Normale" HTML-Seiten nutzen annähernd drei Viertel (73 Prozent). Ein Viertel (24 Prozent) der mobilen Surfer besucht diese einmal in der Woche oder häufiger.
Auch bei der mobilen Internetnutzung dominiert der Aufruf von Suchmaschinen. Häufig werden aber auch aktuelle Nachrichten, Sportinformationen oder der Wetterbericht aus dem Internet geholt. Web-2.0-Anwendungen wie Social-Networking-Seiten und Videoportale steuern 28 Prozent "zumindest selten" an, bei Videoportalen sind dies 21 Prozent. Diese mobilen Web-2.0-Nutzer gehören überwiegend zur Gruppe der 14- bis 29-Jährigen, so TNS Infratest weiter.
"Die mobilen Internetsurfer sind eine Zielgruppe, die für die werbungtreibende Wirtschaft besonders interessant ist", sagt Werres weiter. Doch 60 Prozent der mobilen Websurfer haben bei der Nutzung bislang keine Werbung bemerkt. 31 Prozent fühlen sich durch die Werbung, die ihnen beim mobilen Surfen vorgesetzt wird, gestört. Neun Prozent erinnerten sich an Werbeeinblendungen, fühlen sich dadurch aber nicht genervt.
Auf Seiten der Nichtnutzer ist das Interesse am mobilen Internet mit circa acht Millionen Bundesbürgern ab 14 Jahren relativ groß. Doch sie fürchten die hohen Kosten: Über die Hälfte derer, die sich für Internetsurfen mit dem Handy interessieren, haben Angst vor der Kostenlawine. Dabei wird die einmalige Investition für ein internetfähiges Endgerät nicht als Problem erachtet, sondern die Gebühren für den Datentraffic oder die Kosten für eine Flatrate.
- Anzeige Hier geht es zur AVM Fritzbox 7590 AX bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.