Junge Erwachsene: IT-Branche mit schlechtem Image
Für die Jugendlichen und Berufseinsteiger ist eine Karriere in der IT-Branche nur wenig erstrebenswert. Zwar seien die Mitglieder dieser Gruppe hochgradig computeraffin, kennen sich mit technischen Geräten sehr gut aus und nutzen das Internet, aber in der Branche, die diese Dinge hervorbringt, wollen sie nicht arbeiten.
So können sich der Studie zufolge zwar 30 Prozent der Befragten vorstellen, einen informationstechnischen Beruf zu ergreifen. Von dieser Gruppe jedoch hält nur jeder Fünfte die IT-Branche für ein attraktives Berufsfeld.
Über die konkreten Berufsbilder und mögliche Ausbildungs- und Karrierewege wissen nur wenige Bescheid, was zu Fehleinschätzungen führt. So glauben 80 Prozent der Befragten, dass Beschäftigte im IT-Bereich Freude an ihrer Tätigkeit haben. 74 Prozent sind der Meinung, dass der Beruf des Informatikers auch in Zukunft noch stärker gefragt sei, selbstständiges Arbeiten ermögliche (77 Prozent) sowie gute Aufstiegschancen (70 Prozent) und viele offene Stellen biete (67 Prozent).
Dennoch ist das Ansehen des Informatikers in der Gesellschaft nach Meinung der jungen Erwachsenen von allen abgefragten Berufen am niedrigsten. Gefragt wurde nach Unternehmern, Ärzten, Anwälten und Lehrern.
"Zudem hat nur eine Minderheit der Befragten eine genaue Vorstellung, was sich hinter den oft kryptischen Berufsbezeichnungen in der ITK-Branche verbirgt. Dies führt dazu, dass sich die meisten Jugendlichen gegen eine Karriere in der IT entscheiden", so Klaus-Peter Schöppner, Geschäftsführer der TNS Emnid Medien- und Sozialforschung GmbH.
Mehr als drei Viertel der Befragten nehmen an, dass schon vorher vorhandene Programmierkenntnisse (78 Prozent) wichtig sind, um einen IT-Beruf ergreifen zu können. Für 74 Prozent sind gute Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften Einstiegsvoraussetzung in die IT, über die Hälfte der Jugendlichen glaubt, ein abgeschlossenes Informatikstudium nachweisen zu müssen. Dazu kommt, dass über 80 Prozent der Befragten der Meinung sind, die Informationstechnologie sei nur etwas für Männer.


