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US-Regierung bereitet Klage gegen Google und Yahoo vor

Verband der Werbetreibenden moniert Konzentration auf dem Onlinewerbemarkt. Das US-Justizministerium will möglicherweise die Zusammenarbeit zwischen Google und Yahoo unterbinden, berichtet das Wall Street Journal. Das Ministerium hat einen bekannten Anwalt angeheuert, um eine Klage zu prüfen. Der Verband der US-Werbetreibenden hat das Ministerium aufgefordert, die Kooperation der beiden Internetunternehmen zu unterbinden.
/ Werner Pluta
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Das US-Justizministerium (US Department of Justice, DOJ) bereitet offensichtlich ein Wettbewerbsverfahren gegen Google und Yahoo vor. Wie das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) berichtet, hat das Ministerium den bekannten Anwalt und ehemaligen Walt-Disney-Vizechef Sanford Litvack angeheuert. Die Zeitung wertet das als deutliches Zeichen dafür, dass die Regierung eine Klage gegen die beiden Internetunternehmen vorbereitet.

Grund ist die im Juni 2008 verkündete Zusammenarbeit von Google und Yahoo bei der Onlinewerbung. Danach will Google kontextbezogene Textanzeigen auf Yahoos Webseiten ausliefern. Damit würden die beiden Unternehmen den Onlinewerbemarkt in den USA dominieren.

In den vergangenen Monaten haben Ermittler bereits Zeugen vernommen und Dokumente für ein solches Verfahren gesammelt. Litvack, unter US-Präsident Jimmy Carter oberster Wettbewerbshüter der USA, soll nun diese Beweise sichten und möglicherweise das Verfahren vorbereiten, berichtet das Blatt unter Berufung auf eingeweihte Quellen. Es sei jedoch noch nicht klar, ob dieses sich nur auf die Zusammenarbeit mit Yahoo oder auf Googles Aktivitäten auf dem Onlinewerbemarkt allgemein bezieht.

Unterstützung bekommen die Behörden vom Verband der Werbetreibenden in den USA, der Association of National Advertisers (ANA). Die ANA hat in einem offenen Brief(öffnet im neuen Fenster) das DOJ aufgefordert, die Zusammenarbeit der beiden Internetunternehmen zu unterbinden, da diese "den Wettbewerb behindert, die Marktmacht weiter konzentriert, vorhandene Wahlmöglichkeit einschränkt und potenziell die Preise für qualitativ hochwertige Suchwerbung in die Höhe treibt" .


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