Sony bringt Vollformatkamera mit 24,6 Megapixeln
Der Sucher deckt wie bei Nikons Konkurrenzprodukt D3 100 Prozent des Sichtfeldes ab. Durch das Stabilisierungssystem hebt sich die A900 von der Vollformatkonkurrenz von Nikon und Canon ab. Die Konkurrenten haben diese Technik durch mechanisch aufgehängte Linsen in den Objektiven realisiert.
Die Sony A900 ist mit einem 9-Punkt-Autofokus und mit einem zentralen Doppelkreuzsensor ausgerüstet, der bei Verwendung lichtstarker Objektive mit F2,8 und darunter aktiv wird. Die Kamera kann über eine Vorschau den Weißabgleich sowie die Dynamikoptimierung und die Belichtungseinstellung simulieren. Ein echter Live-View-Videostream hingegen wurde nicht implementiert. Zur Schärfekontrolle ist die Vorschaufunktion ungeeignet, da keine Vergrößerung möglich ist.
Auf der Rückseite der großen Kamera sitzt ein 3 Zoll großes LCD mit einer Auflösung von 921.000 Bildpunkten (640 x 480 Pixel). Damit liegt sie mit der D3/D700 von Nikon gleichauf. Die A900 kann per HDMI an einen Beamer bzw. Fernseher angeschlossen werden.
Ein weiteres, deutliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber der D3 von Nikon ist der optionale Hochformatgriff. Bei der Nikon ist er in die Kamera integriert. Das Zubehör ist mit zwei Akkus zu bestücken, um eine längere Betriebsdauer zu erzielen.
Sony hat außerdem einen neuen Aufsteckblitz (HVL-F58AM) mit einer Leitzahl von 58 vorgestellt. Er kann schnurlos in bis zu drei Gruppen ausgelöst werden. Zudem kommen von Sony Anfang 2009 zwei neue Objektive. Das Tele SAL70400G (70 bis 400 mm, F4 bis 5,6) ist mit einem Ultraschallantrieb ausgerüstet, das neue SAL1635Z erreicht eine Brennweite von 16 bis 35 bei F2,8 und wurde ebenfalls mit einem Ultraschallantrieb bestückt.
Die A900 kann wie Nikons Vollformatkameras auch mit Objektiven für die kleineren APS-C-Sensoren umgehen. Dabei wird die Auflösung reduziert.
Das Gehäuse der Sony A900 soll ab Oktober 2008 in den Handel kommen und rund 2.800 Euro kosten. Das Teleobjektiv wird für 1.500 Euro angeboten, das Weitwinkelobjektiv für 1.700 Euro und der Blitz für 550 Euro. Für den Hochformatgriff werden 380 Euro fällig.
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