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Jimmy Wales gründet Öko-Wiki

Mitmach-Online-Enzyklopädie für Umweltthemen. Wikia, das Unternehmen von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, hat ein neues Projekt ins Leben gerufen: Wikia Green ist eine Onlineenzyklopädie und Wissensplattform für Umweltthemen. Wie bei der Wikipedia kann jeder interessierte Nutzer daran mitarbeiten.
/ Werner Pluta
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Ziel von Wikia Green(öffnet im neuen Fenster) ist es, Informationen über Umweltthemen zu bündeln und den Nutzern zur Verfügung zu stellen. "Nachdem der Begriff 'Going green' so groß geworden ist, gibt es auch eine Menge Informationen zu diesem Thema. Jetzt, wo immer mehr Durchschnittsbürger nach Ratschlägen für einen nachhaltigen Lebensstil suchen, sind wir an dem Punkt angelangt, wo es schwierig ist, den richtigen Einstieg zu finden, und Wikia Green will genau dieser Einstieg sein" , erklärte Gründer Jimmy Wales.

Die Idee zu diesem Angebot sei ihm in einem Gespräch mit dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore gekommen, berichtete Wales in einem Interview mit dem US-Nachrichtenangebot CNet(öffnet im neuen Fenster) . "Er sagte, es sollte ein Umwelt-Wiki geben. Wir diskutierten eine Weile darüber und dann entschied ich: Hey, das ist eine gute Idee."

Wikia Green weist einige Ähnlichkeiten mit der erfolgreichen Onlineenzyklopädie Wikipedia auf. So basiert das System auf der gleichen Software. Wie in der Wikipedia können Nutzer auch hier selbst Artikel verfassen oder bearbeiten. Der große Unterschied liegt jedoch in der thematischen Ausrichtung: Geht es in der Wikipedia um allgemeine Informationen zu einem bestimmten Thema, behandelt Wikia Green dessen Umweltaspekt. Der Wikipedia-Artikel über den Großen Panda(öffnet im neuen Fenster) etwa beschreibt ausführlich das Tier, seine Lebensweise und Vorkommen. Bei Wikia Green(öffnet im neuen Fenster) hingegen ist zu lesen, dass und warum das Tier zu den bedrohten Arten der Welt gehört. Außerdem enthält der Artikel einen Hinweis, wie die Leser zum Schutz der Tiere beitragen können.

Neben Faktenartikeln finden Nutzer in dem Angebot auch eine Abteilung mit Hinweisen, etwa zur Wahl der richtigen Meeresfrüchte(öffnet im neuen Fenster) oder zur Verbesserung der persönlichen CO2-Bilanz(öffnet im neuen Fenster) .

Nach Angaben von Wales nimmt das Unternehmen den Umweltgedanken auch selbst ernst. So sei es dem neuen Technikchef Artur Bergmann gelungen, den Stromverbrauch von Wikias Serverpark zu senken, obwohl sich die Zahl der Seitenaufrufe verdoppelt habe. Außerdem sei Wikia gerade dabei, sich als grünes Unternehmen zertifizieren lassen.

Derzeit steht das Angebot nur in Englisch zur Verfügung. Allerdings sei es laut Wales kein Problem, das grüne Wiki auch in anderen Sprachen anzubieten. Finanziert wird es durch Werbung, hauptsächlich aus dem Bereich Unterhaltung, die von Google ausgeliefert wird. Wie Wales in dem CNet-Interview angab, ist das Unternehmen Wikia derzeit jedoch nicht profitabel.


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