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P2P und die Zukunft des Fernsehens

European Song Contest als Test für P2P-Fernsehen

Ein wichtiges Experimentierfeld für die EBU stellt seit 2000 die Onlineübertragung des European Song Contest dar. Mit der steten technischen Weiterentwicklung sind die Übertragungskapazitäten und Zuschauerzahlen erheblich gewachsen. Seit 2006 eine eigene P2P-Arbeitsgruppe bei der EBU eingerichtet wurde, kommt zur testweisen Übertragung eine P2P-Infrastruktur von Octoshape zum Einsatz. Für 2008 nannte Kozamernik 45.000 parallele Streams sowie 155.000 Zuschauer und sprach davon, dass es sich im Grunde schon "nicht mehr länger um einen Test" handele. Für den Einsatz von P2P-Technik spricht in Kozamerniks Augen ganz klar das Kostenargument. Als Beispiel verwies er auf die Kosten für die Übertragung der Olympischen Spiele in Peking, für die das Content Delivery Network (CDN) von Akamai zum Einsatz kam. Umgerechnet auf die Sendeminute seien diese zehnmal so hoch gewesen, als wenn ein P2P-System genutzt worden wäre. Auf dem CDN hätte das Internationale Olympische Komitee aber bestanden.

Set-Top-Boxen sind nicht für P2P geeignet

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Mark Stuart aus dem Digital Design Centre des Geräteherstellers Pioneer steuerte wichtige Erfahrungen aus dem Versuch der Entwicklung einer Set-Top-Box (STB) für den P2P-basierten Empfang von Videostreams (Internet-Fernsehen) bei. Seine Hinweise auf den Kostenrahmen des Innenlebens einer STB und die an ein für Verbraucher geeignetes Endgerät zu stellenden Anforderungen machte die große Lücke zur akademischen Forschung deutlich: Ein 15-Dollar-System-on-a-Chip (SoC) stellt weder die Rechenleistung noch den Speicher zur Verfügung, die die auf der Tagung von den Akademikern präsentierten Lösungsvorschläge erfordern würden. Bereits der Einsatz von Python wie beim Tribler-Projekt bringt die STBs an ihre technischen Grenzen - und darüber hinaus. Vorschläge, die Kataloge der über P2P-Netze lieferbaren Videos in Form von gigabytegroßen Tabellen clientseitig zu speichern und zu verwalten, seien schlicht völlig utopisch, so Stuart. Und auch Reaktionszeiten beim Kanalwechsel im Bereich mehrerer Sekunden oder gar Minuten, wie sie derzeit nach dem Stand der Forschung von P2P-Clients erreicht werden, seien für Verbrauchergeräte inakzeptabel. Der Verbraucher erwarte "beim Druck auf die Fernbedienung" nun einmal eine unmittelbare Reaktion seines Fernsehers.

Effiziente Suche in P2P-Netzen

Eine ganze Reihe von Beiträgen widmete sich der effizienten Suche nach Inhalten in P2P-Netzen. Die Grundsatzfrage lautet: Angenommen, ich möchte einen Film herunterladen, für welchen von mehreren Anbietern (Peers) sollte ich mich entscheiden, um mein Ziel möglichst schnell zu erreichen? Die gegenwärtig zur Verfügung stehenden Algorithmen zur Bewertung von angebotenen Streams sind entweder arg heuristisch, aber implementierbar, oder sie sind mathematisch elegant, aber in der Praxis kaum zu gebrauchen, weil nur sehr schwer zu implementieren - weshalb die meisten Implementierungen auch fehlerhaft seien, wie Johan Pouwelse von der Universität Delft ausführte. Als Beispiel für ein Verfahren der zweiten Kategorie wurden im Laufe des Tages mehrfach Distributed Hash Tables (DHTs) angeführt und heftig kritisiert.

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peteee 09. Sep 2008

Das gibt es doch schon?!

Ihrgendwehr 09. Sep 2008

Genau, z.B. würde man dadurch irgendwelche Vorteile bekommen, wenn man z.B. 50 GB an...

DRM Frei 09. Sep 2008

Sowohl Bittorrent als auch Azureus Vuze betreiben ein eigenes P2P Movie netzwerk wo man...

Ihrgendwehr 09. Sep 2008

...und die Technik dahinter! http://wua.la/de/learn/technology Wia man Nutzer animiert...


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