Google will IP-Adresse früher löschen
Bisher speicherte Google bei Suchanfragen die IP-Adressen für 18 Monate, künftig werden diese Informationen nach 9 Monaten anonymisiert. Damit reagiert Google auf Kritik von Datenschützern, denen die Speicherung aber noch immer zu weit gehen dürfte. Während Google anführt, die Speicherung der IP-Adresse sei aus Gründen der Sicherheit und zur Realisierung bestimmter Funktionen notwendig, betrachten Datenschützer IP-Adressen als personenbezogene Information, die am besten gar nicht erst zusammen mit den Suchanfragen gespeichert werden sollte.
Kritik an Googles Praxis kommt vor allem aus der EU und so hat Google Gespräche mit dem obersten Datenschützer Irlands, Billy Hawk, aufgenommen. Er soll stellvertretend für die Artikel-29-Datenschutzgruppe mit Google zusammenarbeiten. Google hat seinen Europasitz in Irland und beschäftigt dort die meisten Mitarbeiter in Europa.
Im März 2007 begann Google zunächst, die Speicherdauer von IP-Adressen auf 18 Monate zu begrenzen. Schon damals sei klar gewesen, dass dies künftige Innovation einschränke. Die erneute Verkürzung der Speicherdauer von IP-Adressen sei durch neue Entwicklungen möglich, wirke sich aber dennoch negativ auf Sicherheit und Innovation aus, und noch seien nicht alle Probleme, die dies verursachen, gelöst, so Google(öffnet im neuen Fenster).
In diesem Zusammenhang macht Google zugleich klar, dass mit einer weiteren Einschränkung eher nicht zu rechnen ist: Je kürzer die Speicherdauer sei, desto weniger werde die Privatsphäre durch weitere Verkürzungen profitieren. Zugleich aber nehme der Nutzen der Daten in steigendem Maß ab.
Google hat seine volle Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) an die Artikel-29-Datenschutzgruppe veröffentlicht.
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