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Internetnutzung alter TV-Frequenzen könnte DVB-T stören

ARD-Vorsitzender Raff warnt vor Einschränkungen. Die durch die Umstellung auf das digitale Antennenfernsehen freigewordenen Frequenzen sollen für drahtlose Datenübertragungstechniken freigegeben werden. Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff warnt jedoch davor, dass damit das DVB-T-Signal gestört und damit der Fernsehempfang getrübt werden könnte.
/ Andreas Donath
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Die Bundesnetzagentur hat einen Entwurf zur Frequenzverteilung veröffentlicht. Die ARD hält die geplanten Umstellungen für problematisch. Der Rundfunk hatte bereits für DVB-H Frequenzen abgegeben, doch sollen nun auch die Kanäle 61 bis 69 vollständig geräumt werden. Außerdem sollen die vom digitalen Antennenfernsehen (DVB-T) genutzten Kanäle 21 bis 60 zusätzlich für den drahtlosen Internetzugang freigegeben werden. Mögliche Störungen sollen dabei nicht ausgeschlossen sein.

Nach Angaben der GfK wurden in Deutschland etwa 11 Millionen DVB-T-Geräte verkauft. Die ARD fordert, dass die Kanäle 61 bis 69 auch künftig für DVB-T störungsfrei zur Verfügung stehen. Raff sagte: "Das Entwicklungspotenzial des terrestrischen Rundfunks für die gesamte Bevölkerung darf nicht aufgrund unbewiesener Geschäftsmodelle zugunsten einzelner Industrieinteressen leichtfertig geopfert werden."

Schon länger würden Versuche zur Nutzung von Fernsehfrequenzen für drahtloses Internet auf dem Land vorbereitet, doch sei die Industriebeteiligung derzeit sehr verhalten, so die ARD. Es seien die gleichen Telekommunikationsunternehmen, die heute Rundfunkfrequenzen einfordern, die bereits verfügbare UMTS- und andere Frequenzbereiche nur zögerlich nutzen.

"Von der Bundesnetzagentur wünschen wir uns bei der Frequenzneuordnung eine sorgfältigere Prüfung der Ansätze und einen intensiveren Austausch mit den Ländern und dem öffentlich-rechtlichen wie auch dem privaten Rundfunk" , sagte Fritz Raff.


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