Berlins Regierender Bürgermeister startet Metaversums Onlinewelt Twinity. Ab sofort können auch Nichtberliner in die Hauptstadt ziehen: Die virtuelle Welt Twinity hat heute in Beisein des "echten" Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit die Open-Betatest-Phase eröffnet. Das Entwicklerteam Metaversum will sich mit 3D-Nachbildungen echter Metropolen von virtuellen Welten wie Second Life unterscheiden.
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"Innovative Projekte wie Twinity machen es möglich, dass Menschen aus aller Welt die Kreativmetropole Berlin auch im Internet erleben können", sagte Klaus Wowereit zur Eröffnung der 3D-Welt Twinity. Berlins Regierender Bürgermeister warf in einer kurzen Rede aber auch die Frage auf, "wie kann man das mit einem praktischen Nutzen verbinden?". Ab sofort kann man die virtuelle Hauptstadt immerhin besichtigen, weil ab sofort die Phase des offenen Betatests läuft.
Auf der offiziellen Webseite Twinity.com(öffnet im neuen Fenster) steht ab sofort ein kostenloser, 125 MByte großer Client für Windows Vista und XP bereit, den alle Spieler ab 18 Jahren herunterladen können. Auch die finale 3D-Welt ist offiziell nur für Erwachsene zugänglich; laut Auskunft des Entwicklerstudios Metaversum ist als Altersnachweis derzeit nur eine Selbstauskunft bei der Anmeldung vorgesehen. An der seit Anfang 2008 laufenden Closed-Beta sollen rund 10.000 Teilnehmer mitgemacht haben. Die offene Testphase dient ausdrücklich auch dazu, die Inhalte mit Hilfe von User-Feedback zu optimieren.
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Derzeit ist in Twinity ein rund 10 Quadratkilometer großer Teil der Innenstadt von Berlin zugänglich, inklusive Alexanderplatz und Brandenburger Tor. Die Daten der Häuser, Straßen und sonstigen Objekte werden zum großen Teil aus Satellitenaufnahmen generiert, dann aber nachbearbeitet. Später sollen auch Nutzer entsprechende Details zuliefern können – das Programm kommt mit gängigen 3D-Formaten zurecht – allerdings behält sich Metaversum eine endgültige Freigabe vor. Später sollen weitere Städte folgen, bereits angekündigt sind London, New York und Singapur.
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Die Basismitgliedschaft in Twinity soll kostenlos sein, für eine Premium-Mitgliedschaft werde ein Betrag von weniger als 10 Euro im Monat fällig. Außerdem setzt das Geschäftsmodell auf Werbung, eine Beteiligung an virtuellen Verkäufen durch Kooperationspartner – derzeit etwa eine Kinokette und ein Bekleidungshersteller – sowie auf Verkäufe von 3D-Immobilien.
Stadtbewohner können unter anderem Profile anlegen, ein virtuelles Eigenheim beziehen und nach eigenen Vorstellungen einrichten, sowie die gängigen Funktionen sozialer Netzwerke nutzen – vom Chat bis zum Foto- und Videotausch.