Abo
  • Services:

Chrome: Google ändert Nutzungsbedingungen (Update)

Google streicht umfangreiche Rechteabtretung der Nutzer

Nicht nur die Anmerkungen zum Datenschutz zu Googles neuem Browser Chrome sorgen für Diskussionen. Auch die in der EULA festgehaltenen Nutzungsbedingungen sorgten für Aufsehen, lässt Google sich darin doch eine "unbefristete, unwiderrufliche, weltweit gültige, unentgeltliche und nicht exklusive Lizenz" an allen übermittelten, eingestellten oder angezeigten Inhalten einräumen. In den USA hat Google auf die Kritik reagiert.

Artikel veröffentlicht am ,

Es ist nicht die erste Diskussion um Googles EULAs und darin enthaltene Rechteabtretungen. Bereits im Zusammenhang mit Google Docs wurde der Punkt 11 der Nutzungsbedingungen kritisiert. Darin heißt es: "Durch Übermittlung, Einstellung oder Darstellung der Inhalte gewähren Sie Google eine dauerhafte, unwiderrufliche, weltweite, kostenlose und nicht exklusive Lizenz zur Reproduktion, Anpassung, Modifikation, Übersetzung, Veröffentlichung, öffentlichen Wiedergabe oder öffentlichen Zugänglichmachung und Verbreitung der von Ihnen in oder durch die Services übermittelten, eingestellten oder dargestellten Inhalte."

Stellenmarkt
  1. L-Bank Staatsbank für Baden-Württemberg, Karlsruhe
  2. über duerenhoff GmbH, Osnabrück

Genau diese Formulierung findet sich nun auch in den Nutzungsbedingungen von Google Chrome. Während man in Bezug auf Google Docs aber immerhin noch gutwillig argumentieren kann, diese Rechteabtretung sei nachvollziehbar, zeigt Google diese Inhalte doch auf Wunsch des Nutzers im Internet an, so wirken sie bei einem Browser vollkommen deplatziert. Es sei denn, Google will wirklich über alle Inhalte der Nutzer verfügen können.

Das sieht auch Google ein und hat in den USA den Punkt 11 der Google Chrome Terms of Service radikal zusammengestrichen. Dort heißt es unter Punkt 11 nun nur noch: "Das Urheberrecht sowie sämtliche anderen Rechte, die Sie hinsichtlich Ihrer mithilfe der Services übermittelten, eingestellten oder angezeigten Inhalte bereits besitzen, verbleiben in Ihrem Besitz." Diese Regelung gelte auch rückwirkend, so Google. Es sei Googles Ziel, die Dinge für Nutzer einfach zu halten und möglichst für alle Produkte die gleichen Nutzungsbedingungen zu verwenden. Das führe aber dazu, dass manche Regelungen nicht zum Produkt passen, wie in diesem Fall. Daher habe man reagiert.

In den deutschen Nutzungsbedingungen findet sich noch die alte Formulierung, in der es unter Punkt 11.2 heißt: "Sie erkennen an, dass diese Lizenz Google dazu berechtigt, die Inhalte anderen Unternehmen, Organisationen oder Personen zugänglich zu machen, die mit Google zum Zweck der Bereitstellung syndizierter Services zusammenarbeiten, sowie die Inhalte im Rahmen der Bereitstellung solcher Services zu nutzen."

Da Google die Nutzungsbedingungen in den USA erst in der Nacht zum Donnerstag, dem 4. September 2008, verändert hat, ist zu erwarten, dass auch die deutschen Nutzungsbedingungen noch geändert werden. Im Fall von Google Docs blieben die deutschen Nutzungsbedingungen allerdings auch einen Monat nach Bekanntgabe noch unkorrigiert.

Nachtrag vom 4. September 2008, 9:43 Uhr:
Mittlerweile hat Google gegenüber Golem.de bestätigt, dass auch die deutschen Nutzungsbedingungen schnellstmöglich und rückwirkend geändert werden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 120,84€ + Versand
  2. ab 349€

JohannesFranke 18. Feb 2012

Wer sich nicht die Mühe machen will die Nutzungsbedingungen selbst zu lesen, kann sie...

macpain 23. Sep 2008

Naja ...Google Checkout ist doch schon mal eine Anfang zum Online Banking oder...

Julian A. Klode 08. Sep 2008

Der installiert aber kein Gears mit.

Julian A. Klode 05. Sep 2008

Ich denke, dass wenn man die englischsprachige Lizenz nutzen möchte und sie auch...

Peter2442 04. Sep 2008

Ein Vertrag setzt immer noch zwei Willenserklärungen voraus. Den Chrome Browser kann man...


Folgen Sie uns
       


HP Z2 Mini Workstation - Test

Die Z2 Mini Workstation G3 kann uns im Test überzeugen - und das nicht als sehr schnelle Maschine, sondern als gut durchdachtes Gesamtkonzept.

HP Z2 Mini Workstation - Test Video aufrufen
Physik: Maserlicht aus Diamant
Physik
Maserlicht aus Diamant

Ein Stickstoff-Fehlstellen-basierter Maser liefert kontinuierliche und kohärente Mikrowellenstrahlung bei Raumtemperatur. Eine mögliche Anwendung ist die Kommunikation mit Satelliten.
Von Dirk Eidemüller

  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben
Oracle vs. Google
Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Oracle gegen Google Java-Nutzung in Android kein Fair Use

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

    •  /