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Interview: Die meisten haben Vorurteile gegen Roboter

EU-Forscher suchen nach dem Haushaltsroboter

Im Rahmen des EU-Projektes Lirec untersuchen Forscher, wie Roboter beschaffen sein müssen, damit Menschen sie als Hilfe im Haushalt akzeptieren. Im Interview mit Golem.de erklärt Martin Diruf von der Universität in Bamberg, dass ein Roboter wie Pleo Vorurteile gegen Roboter abschwächen kann, dass aber Emotionalität nicht ausreicht, um eine langfristige Beziehung zwischen Mensch und Maschine aufzubauen.

Seit einigen Monaten beschäftigt sich das auf viereinhalb Jahre angelegte europäische Forschungsprojekt Lirec, eine Abkürzung für "Living with Robots and Interactive Companions" (auf Deutsch etwa: "Leben mit Robotern und interaktiven Begleitern"), mit der Frage, welche Eigenschaften ein Roboter oder ein anderes künstliches Wesen haben muss, damit Menschen sie in ihrer direkten Umgebung akzeptieren.

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Auf der IFA präsentierte das Projekt erste Forschungsergebnisse. Golem.de fragte Martin Diruf von der Universität Bamberg, ob es ausreicht, wenn ein Roboter spült, damit er in die Familie aufgenommen wird.

Golem.de: Herr Diruf, Sie sind Mediziner. Wie kommt ein Mediziner dazu, bei einem Forschungsprojekt über Roboter mitzuarbeiten?

Diruf: Ich habe einige Zeit in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie als Arzt gearbeitet und war dort auch in der Forschung tätig. Ein befreundeter Wissenschaftler an der Universität Bamberg, Carsten Zoll, wusste von meinem Interesse an Technik und im Besonderen an der Robotik. So wurde ich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, an einem EU-Projekt zu diesem Thema mitzuarbeiten.

Martin Diruf
Martin Diruf

Golem.de: Was ist denn das Ziel des EU-Projektes Lirec?

Diruf: Ziel des Projektes ist, herauszufinden, welche Eigenschaften Roboter brauchen, damit sie von Menschen akzeptiert werden. Dabei geht es zum Beispiel um Roboter, die im Haushalt, in der Familie mit leben und als Teil der Familie gesehen werden. Die Universität Bamberg ist einer der Projektpartner. Insgesamt sind an dem Projekt sechs Universitäten, zwei Forschungseinrichtungen und zwei Unternehmen beteiligt.

Am Ende wollen wir Prototypen präsentieren, die die Ergebnisse unserer Grundlagenforschung in sich vereinen.

Golem.de: Welche Eigenschaften muss denn ein Roboter haben, damit eine Familie ihn annimmt?

Diruf: Das erforschen wir gerade. Wir führen derzeit verschiedene Studien durch, eine davon hier auf der IFA, im Zuge derer wir verschiedene Eigenschaften und Kombinationen von Eigenschaften untersuchen wollen. Wir testen an Hand von Pleo, ob sich bestimmte Vorurteile durch einen auf Emotionalität getrimmten Roboter abschwächen lassen.

Golem.de: Gibt es denn Vorurteile gegen Roboter?

Diruf: Ich glaube, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung Robotern negativ gegenübersteht. Wenn man Menschen fragt, was ihnen zu Robotern einfällt, kommen häufig Antworten wie: Roboter nehmen uns Arbeitsplätze weg, sie wollen die Weltherrschaft an sich reißen, sie machen Menschen überflüssig.

Interview: Die meisten haben Vorurteile gegen Roboter 

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blork42 17. Sep 2008

Terminator war unsere echte Zukunft ? Nicht umsonst, nennt der Terminator bei seiner...

lbo 08. Sep 2008

Welchen, bisher von Robotern übernommenen, Job würdest du gerne machen wollen?

lbo 08. Sep 2008

.. da bekommt jeder der möchte von den gogel-twins einen eigenen bot nach haus geliefert...

scaldo 08. Sep 2008

Denke dass eine Gleichsetzung nicht möglich sein wird. Hochentwickelte werden höchstens...

Atomapfel 08. Sep 2008

Ich find den Posing-Robotor knuffig. ^^



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