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Interview: Die meisten haben Vorurteile gegen Roboter

Golem.de: Ist das negative Image auf Science-Fiction-Filme wie "Terminator" oder "Krieg der Welten" zurückzuführen?

Diruf: Ja. Das hängt mit der Urangst des Menschen zusammen, eine Kreatur zu schaffen, die sich dann gegen uns selbst richtet. Das ist ein dankbares Thema für Hollywood. Aber es gibt auch andere Beispiele, Sympathieträger wie WALL-E, der das Kindchenschema anwendet, und den Roboter aus "Nummer 5 lebt". Oder R2-D2 und C-3PO, die die heimlichen Stars der Star-Wars-Filme sind. Aber diese positiven Beispiele sind viel seltener als die Filme, in denen Roboter als Kriegsmaschinen dargestellt werden.

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Pleo
Pleo
Golem.de: Sie haben gerade das Kindchenschema erwähnt. Reicht es, dass Pleo mit seinen großen blauen Augen zwinkert, damit alle ihn mögen?

Diruf: Das ist immerhin schon ein Anfang. Für einen kurzfristigen Beziehungsaufbau reicht so etwas aus. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die eben noch befürchtet haben, dass Roboter die Weltherrschaft übernehmen, nachdem sie zehn Minuten mit Pleo gespielt haben, sich auf einmal vorstellen können, einen Roboter bei sich zu Hause zu haben.

Aber das ist nur eine kurzfristige Beziehung. Uns geht es um mittel- oder langfristige Beziehungen. Wir wollen ja erreichen, dass jemand über Monate oder Jahre mit einem Roboter interagiert. Dafür reichen so einfache Sachen wie das Kindchenschema mit Sicherheit nicht aus.

Da treten andere Merkmale in den Vordergrund wie zum Beispiel Stimm- und Gesichtserkennung, also dass der Roboter mich erkennt und anders behandelt als einen Fremden. Er muss verbale und nonverbale Kommunikation beherrschen. Die Interaktion mit dem Roboter muss mühelos sein und dem Menschen etwas bringen. Er sollte also eine Funktion haben.

Aber diese Erkenntnisse sind mit Vorsicht zu genießen. Das sind lediglich Trends, die wir feststellen.

Golem.de: Was ist denn wichtiger: die Kommunikation und die Interaktion mit dem Roboter, oder die Funktion? Anders ausgedrückt: Mögen die Menschen lieber eine Roboter, mit dem sie kommunizieren können, oder einen, der abspült?

Diruf: Funktionen sind sicher wichtig, damit ein Roboter im Haushalt akzeptiert wird. Wir verdeutlichen das gern an folgendem Szenario: Ein älterer Mensch möchte, obwohl er an Krücken geht, gern in seinen eigenen vier Wänden leben. Wenn er in der Küche eine Mahlzeit zubereitet, die er im Wohnzimmer essen möchte, wird es wegen der Krücken schwierig. Gegenwärtig wäre er also auf fremde Hilfe angewiesen. Hätte er einen Roboter, könnte er diesem das Tablett geben. Er ginge nach nebenan, und der Roboter folgte in sicherem Abstand und stellte das Essen auf den Tisch.

Dafür muss diesem Menschen aber klar gemacht werden, dass von dem Roboter keine Gefahr ausgeht. Wichtig für die Akzeptanz ist deshalb erst einmal, dass der Roboter ein vertrauenerweckendes Äußeres hat. Danach kann man sich um alles Weitere kümmern: um Funktionen, um Gesten- und Spracherkennung. Damit der Roboter wirklich akzeptiert wird, müssen alle Merkmale und Funktionen aufeinander eingespielt sein. Dann können wir von einem Erfolg sprechen.

Golem.de: Wie müsste denn der ideale Haushaltsroboter aussehen?

Diruf: Die Studie, die wir auf der IFA durchführen, widmet sich genau diesem Problem. Da fragen wir zum Beispiel nach der Form, ob der Roboter humanoid, einem Tier ähnlich, oder ob er wie eine Maschine aussehen soll. Außerdem geht es um Gedächtnisinhalte, also ob der Roboter vergessen soll, oder um Kommunikation: Soll der Roboter von sich aus den Menschen ansprechen, oder soll er nur reagieren, wenn er angesprochen wird.

 Interview: Die meisten haben Vorurteile gegen RoboterInterview: Die meisten haben Vorurteile gegen Roboter 

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blork42 17. Sep 2008

Terminator war unsere echte Zukunft ? Nicht umsonst, nennt der Terminator bei seiner...

lbo 08. Sep 2008

Welchen, bisher von Robotern übernommenen, Job würdest du gerne machen wollen?

lbo 08. Sep 2008

.. da bekommt jeder der möchte von den gogel-twins einen eigenen bot nach haus geliefert...

scaldo 08. Sep 2008

Denke dass eine Gleichsetzung nicht möglich sein wird. Hochentwickelte werden höchstens...

Atomapfel 08. Sep 2008

Ich find den Posing-Robotor knuffig. ^^



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