Abo
  • Services:

Open-Source-Meisterschaft für autonome Flugobjekte (Update)

Drohnenvorführungen neben dem Regionalflughafen Eberswalde-Finow

Ausgerechnet auf dem ehemaligen Militärflughafen Finowfurt in Brandenburg organisiert ab 20. September 2008 der Motodrone e.V. ein Treffen rund um autonom fliegende Flugobjekte. Im kommenden Jahr soll das Treffen um einen Open-Source-Wettbewerb ergänzt werden, um dem Thema weiteren Schwung zu verleihen.

Artikel veröffentlicht am ,

Nicht unweit von Berlin beheimatet, war der mittlerweile zivil betriebene Flughafen und sein Luftfahrtmuseum Finowfurt bereits letztes Jahr Schauplatz des Chaos Communication Camp. Und was damals ein Thema unter vielen war, rückt bei dem Treffen, das der Motodrone-Verein organisiert, in den Vordergrund: autonom fliegende Flugobjekte.

Stellenmarkt
  1. DURAG GROUP, Hamburg
  2. Proact Deutschland GmbH, Nürnberg

Das Treffen ist eine Art Vorbereitung auf die erste Open-Source-Meisterschaft für autonome Flugobjekte, die im kommenden Jahr veranstaltet wird. Damit an dem Wettbewerb teilgenommen werden kann, müssen alle Erkenntnisse offengelegt werden, so dass ein Nachbau problemlos möglich ist. Das gilt auch für die Steuerungssoftware, die ebenfalls offengelegt werden muss.

Die Idee der Open-Source-Meisterschaft wurde im Rahmen des Chaos Communication Camp entwickelt. Damals flogen bereits einige Quadrocopter inklusive Kamera über das Veranstaltungsgelände. Die Mikrokopter boten damals schon einen Eindruck vom Veranstaltungsgelände aus der Luft.

Die ehemals dem Militär vorbehaltenen Drohnen erfreuen sich auch unter Hobbymodellflugzeugpiloten immer größerer Beliebtheit, denn um eine Drohne zu bauen, ist kein Staatshaushalt mehr notwendig. Einige Drohnen sind schon mit weniger als 1.000 Euro machbar und sogar Lego Mindstorms eignen sich dafür. Allerdings ist noch immer einiges an Wissen notwendig, denn die Community ist klein.

Der eigentliche Wettkampf startet zwar erst 2009, aber schon in diesem Jahr kommen am 20. und 21. September Interessierte zum Ideenaustausch und experimentieren zusammen. Dabei gibt es Workshops und Vorträge zu autonomen Flugobjekten. Besucher können sich auf eigenstabile Drehflügler wie etwa Quadrokopter, die mit vier Rotoren arbeiten, freuen. Auch Koaxialhubschrauber, die zwei gegenläufige Rotoren übereinander nutzen, könnten vertreten sein. Starrflügler, also Flugzeuge, die sich durch Auftrieb unter den Tragflächen in der Luft halten, sind zumindest für den Wettbewerb nicht zugelassen (Teilnahmebedingungen [PDF]).

Eventuell finden sich auch Modellhubschrauber mit nur einem Hauptrotor und einem Heckrotor auf dem Wettbewerb. Das Fliegen dieser Art von Modellhubschraubern gehört zur Königsdiziplin der Modellfliegerei. Sie sind nur schwer mit einem Autopiloten unter Kontrolle zu bringen und auch dem Piloten des Modellflugzeugs wird einiges Können abverlangt. Ein Team der Stanford University hat es aber gerade erst geschafft, einen solchen Hubschrauber autonom fliegen zu lassen. Sogar Kunststücke wie der Rückenflug sind ohne Eingriff von außen möglich.

Beim Wettbewerb im kommenden Jahr gehören dann unter anderem stabiles Schweben, auch bei Wind, stabiles Fliegen zwischen nummerierten Wegpunktierungen und das automatische Starten und Landen zu den Aufgaben. Außerdem sollten die Konstruktionen und ihre Software einen unerwarteten freien Fall überleben.

Auch bekannte Projekte, die sich mehr auf Starrflügler konzentrieren, werden anwesend sein. Das Paparazzi-Projekt, das auf dem vergangenen Chaos Communication Congress bereits seinen Open-Source-Autopilot demonstriert hat, gehört zu den Gästen der Veranstaltung.

Wer auf dem Veranstaltungsgelände kostenlos campen möchte, sollte sich bis 15. September 2008 bei den Veranstaltern melden. Eine Anmeldung für den Wettbewerb im nächsten Jahr ist auch schon möglich. Besucher können ohne Voranmeldung vorbeischauen. Weitere Details zur Anreise finden sich in unserem Veranstaltungskalender.

Nachtrag vom 4. September 2008, 16:35 Uhr:
Wie der Veranstalter Golem.de mitteilte, findet der Wettbewerb erst im nächsten Jahr statt. Die Teams brauchen mehr Zeit, um sich für den Wettbewerb vorzubereiten. Das restliche Programm bleibt aber bestehen. Es gibt Workshops sowie Vorträge und über den aktuellen Stand von Drohnen kann man sich anhand von Vorführungen informieren. Die Textpassagen wurden entsprechend angepasst.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 69,95€
  2. 39,99€ (Release 14.11.)
  3. 12,49€
  4. 17,95€

Drudenfuss 04. Sep 2008

Guter Podcast vom CCC zum Thema: http://chaosradio.ccc.de/cr138.html


Folgen Sie uns
       


Geforce RTX 2070 - Test

Wir haben uns zwei Geforce RTX 2070, eine von Asus und eine von MSI, angeschaut. Beide basieren auf einem TU106-Chip mit 2.304 Shader-Einheiten und einem 256-Bit-Interface mit GByte GDDR6-Speicher. Das Asus-Modell hat mehr Takt und ein höhere Power-Target sowie eine leicht bessere Ausstattung, die MSI-Karte ist mit 520 Euro statt 700 Euro aber günstiger. Beide Geforce RTX 2070 schlagen die Geforce GTX 1080 und Radeon RX Vega 64.

Geforce RTX 2070 - Test Video aufrufen
Dark Rock Pro TR4 im Test: Be Quiet macht den Threadripper still
Dark Rock Pro TR4 im Test
Be Quiet macht den Threadripper still

Mit dem Dark Rock Pro TR4 hat Be Quiet einen tiefschwarzen CPU-Kühler für AMDs Threadripper im Angebot. Er überzeugt durch Leistung und den leisen Betrieb, bei Montage und Speicherkompatiblität liegt die Konkurrenz vorne. Die ist aber optisch teils deutlich weniger zurückhaltend.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Dark Rock Pro TR4 Be Quiets schwarzer Doppelturm kühlt 32 Threadripper-Kerne

KEF LSX angehört: Neue Streaming-Lautsprecher mit voluminösem Klang
KEF LSX angehört
Neue Streaming-Lautsprecher mit voluminösem Klang

Mit dem LSX hat der britische Edellautsprecherhersteller KEF ein für seine Größe überraschend voluminös klingendes Streaming-Lautsprecherset vorgestellt. Bei einer ersten Hörprobe sind uns die gut getrennten Frequenzen und die satten Tiefen positiv aufgefallen - der Preis scheint uns gerechtfertigt.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Videostreaming Warner plant Konkurrenz für Netflix und Disney
  2. Streaming Netflix erzeugt 15 Prozent des globalen Downloads
  3. Streaming Plex macht seine Cloud dicht

Agilität: Wenn alle bestimmen, wo es langgeht
Agilität
Wenn alle bestimmen, wo es langgeht

Agiles Arbeiten ist, als ob viele Menschen gemeinsam ein Auto fahren. Aber wie soll das gehen und endet das nicht im Riesenchaos?
Von Marvin Engel

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
  3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

    •  /