Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Microsoft will Handel mit gebrauchter Software unterstützen

Kunden sollen nur bei Händlern kaufen, die mit Microsoft zusammenarbeiten. Nachdem Microsoft seit längerem immer wieder den Handel mit Softwarelizenzen gerichtlich verfolgt hat, will das Unternehmen nun mit Gebrauchthändlern zusammenarbeiten. Die Kunden sollten gebrauchte Microsoft-Produkte nur bei Verkäufern erwerben, die in Kontakt mit Microsoft stehen, empfehlen die Windows-Macher.
/ Nico Ernst
6 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Erst Mitte August 2008 wurde bekannt, dass Microsoft teilweise die Produktschlüssel von Volumenlizenzen seiner Software sperrt , wenn diese nach Meinung von Microsoft unrechtmäßig weitergegeben wurden. Microsoft beruft sich auf ein Urteil des Münchner Oberlandesgerichts. Das hatte dem Unternehmen usedSoft verboten, gebrauchte Software von Oracle ohne Zustimmung des Rechteinhabers zu verkaufen (Aktenzeichen 6 U 2759/07, Urteil vom 3. Juli 2008).

Wie Microsoft erklärt, sieht das Unternehmen auch notariell beglaubigte Urkunden zum Verkauf von Lizenzen nicht als ausreichend an. Vielmehr sollten sich die Käufer gebrauchter Software vom Vorbesitzer alle Lizenzverträge aushändigen lassen. Diese Auffassung vertritt Microsoft auch auf einer neuen Webseite mit Fragen und Antworten zur Übertragung von Lizenzen(öffnet im neuen Fenster) .

Sowohl den Käufern von gebrauchter Software als auch Händlern, die diese vertreiben, will Microsoft aber Hilfestellung leisten. Erwirbt ein Händler gebrauchte Lizenzen, soll er diese bei Microsoft auf Echtheit prüfen lassen und eine Zustimmung von Microsoft zur Übertragung der Nutzungsrechte einholen können.

Woran potenzielle Kunden aber künftig solche Gebrauchthändler erkennen sollen, ist noch nicht bekannt.


Relevante Themen