VIA-Netbook "Imini" soll China erobern

Wie auch andere größere Netbooks besitzt das Imini ein 10-Zoll-Display mit 1.024 x 600 Pixeln Auflösung, 1 Gigabyte DDR2-Speicher und eine 80-Gigabyte-Festplatte. Als Prozessor kommt jedoch nicht Intels Atom zum Einsatz, sondern der betagte C7-M mit 1,6 GHz von VIA samt dem VX700-Chipsatz, der nur aus einem Baustein besteht und auch die Grafik beisteuert.
Die Schnittstellenausstattung entspricht mit VGA, drei USB-2.0-Ports, einem Cardreader für SD-Speicher, Fast-Ethernet und WLAN nach 802.11b/g dem Standard von Netbooks. Das gilt auch für das Gewicht von 1,2 Kilogramm mit einem 3-Zellen-Akku. Das neue Mini-Notebook wurde auf Basis von VIAs Open-Book-Entwürfen gestaltet, die unter Creative Commons stehen. Mit ähnlichen Geräten ist laut VIA bald auch in Europa zu rechnen.
Mit Tsinghua Tongfang soll den Rechner einer der größten chinesischen PC-Hersteller in allen größeren Städten des Landes anbieten. Das Gerät kostet wie für 10-Zoll-Netbooks international üblich rund 400 Euro, oder 3.998 chinesische Yuan. Damit richtet es sich vor allem an die rapide wachsende chinesische Oberschicht, die sehr westlich und lifestyleorientiert ist. Auch in Großstädten wie Peking beträgt das jährliche Pro-Kopf-Einkommen rund 7.500 US-Dollar, das Netbook kostet also fast ein Monatsgehalt.