Mozilla freut sich über neuen Wettbewerber
Die Ankündigung des Google-Browsers Chrome habe keine besonders große Bedeutung für Firefox, ist sich Mozilla-Chef John Lilly sicher(öffnet im neuen Fenster). Chrome sei ein weiterer interessanter Browser und Wettbewerb im Browsermarkt gebe es dank Internet Explorer, Firefox, Safari und Opera schon seit geraumer Zeit. Wettbewerb führe zu Innovation, dies zeige sich auch aktuell im Browsermarkt durch schnellere JavaScript-Interpreter, bessere Sicherheitsmechanismen und neue Ansätze bei der Bedienoberfläche.
Dass Google nun einen Browser vorstelle, sei keine große Überraschung: Googles Geschäft sei das Web und Google habe klare Vorstellungen und auch die Leute, um diese Vorstellungen umzusetzen, so Lilly. Daher werde Chrome ein Browser werden, der auf Dinge optimiert ist, die Google wichtig sind.
Die Zusammenarbeit zwischen Mozilla und Google werden weitergehen. Erst kürzlich sei der Vertrag zwischen Google und Mozilla verlängert worden. Damit wird die Browserentwicklung bei Mozilla zu großen Teilen finanziert. Auch bei der technischen Entwicklung arbeite man weiterhin zusammen, wie beispielsweise bei Breakpad(öffnet im neuen Fenster), einer Software zum Melden von Fehlern, oder der in Firefox eingesetzten Anti-Phishing-Technik, die nun wohl auch in Chrome zum Einsatz kommt.
Die Unterschiede zwischen Mozilla und Google liegen laut Lilly vor allem in der Organisation und deren Zielen. Mozilla sei als einziger Marktteilnehmer eine gemeinnützige Stiftung, deren einziges Ziel die Förderung eines offenen Webs und der Teilhabe möglichst vieler Nutzer sei. Daher sei es spannend zu sehen, wie Google seine Ziele mit Chrome umsetze. Und die Veröffentlichung des Google-Browsers ändere nichts daran, dass Firefox 3 ein unglaublich guter Browser sei, schwärmt der Mozilla-Chef. Und viele wichtige Neuerungen seien schon in Arbeit, wie beispielsweise TraceMonkey zur Beschleunigung von JavaScript.
Andernorts sorgt Googles Ankündigung derweil für Verwunderung, denn die Darstellung Dänemarks in Googles Comic (Seite 13) fällt ungewöhnlich groß aus. Dort umfasst Dänemark zusätzlich das Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland, der Benelux-Staaten, der Schweiz, Österreich, Slowenien sowie Ungarn.
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