Micron will offenbar Qimonda übernehmen
Der US-Chiphersteller Micron hat Interesse am Kauf von 77 Prozent der Anteile an dem deutschen Konkurrenten Qimonda. Das berichtet die taiwanische Digitimes heute in ihrer Druckausgabe. Das gewöhnlich sehr gut informierte Blatt verfügt über Insiderwissen über den möglichen Deal, weil Qimonda in dem Land das Joint Venture Inotera Memories zusammen mit Nanya Technology betreibt. Wie Golem.de bei Infineon erfahren hat, ist der Bericht zumindest "zu 50 Prozent richtig".
Infineon hält die Mehrheit an dem Speicherchipproduzenten Qimonda. "Wir kommentieren Marktgerüchte grundsätzlich nicht", sagte Infineon-Sprecher Günter Gaugler auf Nachfrage von Golem.de. "Klar ist, dass wir zur Hauptversammlung 2009 in der Minderheit sein wollen, so Gaugler weiter. Konzernchef Peter Bauer erklärte kürzlich: "Wir sprechen zurzeit mit Finanzinvestoren und interessierten Unternehmen aus der Branche über einen Verkauf. Es gibt keine Tabus: Ein Komplettverkauf ist ebenso möglich wie ein Minderheitsanteil. Wir prüfen momentan mehrere Optionen."
Zuvor war berichtet worden, dass der japanische Speicherchipproduzent Elpida um die Übernahme des deutschen Partners Qimonda verhandele.


