IFA: Neues von DivX Connected und DivX 7
Videostreams aus dem Internet werden ebenso wie RSS-Feeds und Webseiten dargestellt. Der Browser von DivX-Connected-Geräten basiert auf Gecko, der Rendering-Engine von Firefox. Über Plug-ins können spezielle Kanäle und Anwendungen für DivX Connected entwickelt werden. Das SDK dazu stellt DivX kostenlos zur Verfügung, ebenso wie einen Onlinekatalog, über den die Plug-ins auf einem Player installiert werden können.
Einen Nachteil hat das komfortable DivX Connected aber weiterhin: Die grafische Bedienoberfläche wird nicht vom Sigma-Chip im Player generiert, sondern muss von einem PC aus demselben Netzwerk als DivX-Stream angeliefert werden, ebenso wie die Multimediadaten. Alles was der Chip nicht direkt unterstützt, muss vom PC in Echtzeit transkodiert werden. Das hält die wenigen DivX-Connected-kompatiblen DivX-Player zwar günstig, weil sie keinen stärkeren Prozessor brauchen. Es erfordert aber einen leistungsfähigen Heimserver, der zusätzlichen Strom verbraucht. Darüber hinaus gibt es den "DivX Connected Server" weiterhin nur für Windows, nicht für MacOS X oder Linux.
Zum kommenden DivX 7 konnte DivX-Mitgründer Jerome Rota gegenüber Golem.de zwar nur wenig Neues sagen – bekräftigte aber, dass der DivX-6-Nachfolger mit H.264-Unterstützung noch in diesem Jahr veröffentlicht werde. Neben dem bisher effizientesten und damit schnellsten H.264-Decoder – der gemeinsam mit Mainconcept entwickelt wurde – und einem Encoder wartet DivX 7 auch mit einem neuen, Matroska-basierten Dateiformat und eigener Dateiendung auf. Wie diese lauten wird, konnte noch nicht gesagt werden.
Derzeit läuft noch die geschlossene Betatestphase von DivX 7, wobei der Encoder noch über die Kommandozeile gesteuert werden muss. Eine offene Beta sei wegen der H.264-Lizenzkosten nicht machbar, so Jota. Auf die Frage, ob denn die H.264-Lizenzgebühren auch dazu führen, dass die H.264-Unterstützung bei DivX 7 nur gegen Bezahlung freigeschaltet werden kann, war noch keine eindeutige Antwort zu bekommen. DivX Inc. überprüfe das, so die offizielle Aussage. Das passende H.264-Zertifikat ("DivX Plus") für kompatible DivX-Hardware will das Unternehmen im Laufe des Jahres 2009 erteilen.