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Bayerns Innenminister will erneut Verbot von "Killerspielen"

CSU-Innenminister hält derzeitigen Jugendschutz für "völlig unzureichend"

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat in einem Expertengespräch die Forderung nach einem Herstellungs- und Verbreitungsverbot für sogenannte "Killerspiele" wiederholt. Weitere Teilnehmer: die ebenfalls als extrem spielekritisch bekannten Experten Christian Pfeiffer und der CSU-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Uhl.

Artikel veröffentlicht am ,

Joachim Herrmann, Innenminister Bayern
Joachim Herrmann, Innenminister Bayern
"Ich halte den derzeitigen Jugendschutz bei Computerspielen für völlig unzureichend. Wir brauchen ein Bündel an Maßnahmen, an deren erster Stelle ein ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot virtueller Killerspiele im Strafgesetz mit Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr oder einer empfindlichen Geldstrafe steht", sagte der bayerische Innenminister am heutigen Montag, 1. September 2008, während einer Expertenrunde in der bayerischen Landesvertretung in Berlin. Weitere Teilnehmer der Runde waren Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, und der Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Uhl - beide schon länger bekannt als harte Kritiker von Computerspielen.

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Herrmann verwies auf eine Bundesratsinitiative Bayerns aus dem Jahr 2007. Nach dem bayerischen Gesetzesvorschlag soll ein neuer Straftatbestand geschaffen werden, mit dem die Herstellung und der Vertrieb von Spielen, die grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeit darstellen und dem Spieler die Beteiligung an dargestellten Gewalttätigkeiten solcher Art ermöglichen, unter Strafe gestellt werden. Befürworter einer solchen Regelung meinen damit meist nicht die klassischen Ego-Shooter im Stile eines Half-Life, sondern Titel wie das weltweit umstrittene Manhunt - das hierzulande aber aufgrund der geltenden Jugendschutzbestimmungen gar nicht in den Handel kam.

In der Expertenrunde betonte Herrmann, dass das Verbot von Killerspielen Bestandteil des Koalitionsvertrags sei und daher umgesetzt werden müsse. Herrmann: "Eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen droht gegenüber Gewalt abzustumpfen und durch sinkende schulische Leistungen für unsere Gesellschaft verloren zu gehen. Als Innenminister kann ich dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen. Parteiübergreifend sind Innen-, Jugend-, Medien- und Rechtspolitiker aufgefordert, nun endlich die notwendigen gesetzgeberischen Konsequenzen zu ziehen. Das heißt konkret: ein klares Herstellungs- und Verbreitungsverbot virtueller Killerspiele".

In Bayern finden am 28. September 2008 Landtagswahlen statt.



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Alex_M 03. Sep 2008

Und Politiker sollten bei ihrer Angelobung in öffentliche Ämter einen IQ-Test machen müssen.

Mensch 03. Sep 2008

Unmenschlich finde ich die Gewalt in den Spielen nicht, eher zu menschlich. Der Mensch...

Wikifan 03. Sep 2008

Guns don't kill people! Games kill people! (frei nach Charlton Heston) ;-)

Wikifan 03. Sep 2008

*push* exzellenter Artikel!

Wikifan 03. Sep 2008

War zwar nicht auf Spiele bezogen, aber passt auch irgendwie: "Those who would give up...


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