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Telekom-Chef Obermann wegen Sanierung in der Kritik

Bundesregierung und Aufsichtsrat sind nicht zufrieden. Die Sanierungspoltik des Telekom-Chefs René Obermann ist ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Sowohl die Bundesregierung als auch der Aufsichtsrat der Telekom werfen Obermann vor, dass er kein Gefühl für die politische Dimension des Unternehmens habe, das er leitet.
/ Andreas Donath
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Der Vizechef des Aufsichtsrats, der Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder, sagte dem Focus, dass dieser Vorstand seine Mitarbeiter zu Gegnern mache. Bei der Schließung von Callcentern gebe es "keine Partei in Deutschland, die sich nicht gegen die Telekom" stelle.

In der Bundesregierung regt sich ebenfalls Widerstand. Der harte Sanierungskurs wird zunehmend kritisch gesehen. Obermann ist seit 21 Monaten im Amt. Laut Focus heißt es bereits in Kabinettskreisen: "Das wird langsam zu einem Witz mit diesem Herrn." Nach Informationen des Focus will Fraktionschef Peter Struck den Personalvorstand Thomas Sattelberger nach Berlin zitieren, um sich über den Kurs zu beschweren.

Den Beschäftigten des Telekom-Konzerns droht indes neues Ungemach: Die nächste Umstrukturierung steht ins Haus. Nach Informationen des Focus ist diesmal T-Systems betroffen. Dessen Mittelstandssparte soll an T-Home abgegeben werden, einschließlich 10.000 Mitarbeitern. Danach soll T-Systems nur noch für Großkunden zuständig sein.


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