Roboter folgen auf dem Fuß

Neues System: Roboter erkennt schon vorher, wenn Vordermann abbiegen will

Wissenschaftler aus Kalifornien haben eine Methode entwickelt, die es Robotern erleichtert, Menschen oder anderen Robotern zu folgen. Das System analysiert Hinweise, die auf eine Änderung der Bewegungsrichtung deuten, und kann so die Richtungsänderung antizipieren. Ziel ist, dass Roboter Menschen besser folgen können.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Droide R2-D2 aus den Stars-Wars-Filmen ist ein liebenswerter Gefährte. Doch seinen menschlichen Freunden zu folgen, bereitet ihm gelegentlich Schwierigkeiten. Gern verpasst er mal eine Abzweigung und geht verloren. Echte Roboter haben ein ähnliches Problem: Folgen sie ihresgleichen oder einem Menschen, können sie erst auf dessen Richtungsänderung reagieren, wenn diese erfolgt ist. Der Roboter erkennt also erst, dass sein Vordermann abbiegen will, wenn der bereits um die Ecke verschwindet. An dieser Stelle angekommen, muss der Roboter nun nach seinem Anführer Ausschau halten. Ist der inzwischen außer Sicht, bleibt der Roboter stehen.

Im Zickzack den Korridor hinunter: Roboter folgt Roboter (Foto: UC Davis)
Im Zickzack den Korridor hinunter: Roboter folgt Roboter (Foto: UC Davis)
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Menschen hingegen können Richtungsänderungen antizipieren, indem sie Hinweise darauf beachten. Das können bewusste Zeichen sein, etwa das Setzen des Blinkers beim Autofahren, aber auch unbewusste: Verhaltensstudien zeigen, dass ein Mensch wenige Sekundenbruchteile, bevor er die Laufrichtung ändert, den Kopf in diese Richtung dreht. Anhand solcher Signale können andere Menschen erkennen, wohin er gehen will.

Eine Gruppe von Forschern von der Universität von Kalifornien in Davis (UC Davis) um Sanjay Joshi hat das jetzt auch Robotern beigebracht. In der aktuellen Ausgabe des IEEE Explore, dem Mitgliedermagazin des Verbandes Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), beschreiben sie, wie auch die Maschinen eine Richtungsänderung schon im Vorfeld erkennen und einem Vordermann auf Schritt und Tritt folgen können. Mit einer Kamera oder anderen Sensoren behält der Roboter ihn im Auge, analysiert sämtliche Hinweise, die er liefert, und trifft anhand der Daten Voraussagen über seine zukünftige Position.

Wie der Mensch sollen nach Angaben der Forscher auch die Roboter die unterschiedlichsten Hinweise erkennen, die einen Richtungswechsel ankündigen. Das können Aktionen wie Winken, Zeigen oder Änderung der Geschwindigkeit sein, aber eben auch das Drehen des Kopfes.

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Wenn ein Roboter einem Menschen automatisch folgt, ohne dass der Mensch ihm dafür viele Anweisungen geben muss, dann werde das den Umgang mit den Geräten erleichtern und so ihre Akzeptanz erhöhen, erläutert Joshi. Deshalb sei "das Problem des Folgens" ziemlich wichtig in der Robotik. "Wir sind überzeugt, dass wir mit Steuerungssystemen, die solche Hinweise beachten, das Folgen sehr viel zuverlässiger machen können."

In einem Test mit mehreren Robotern vom Typ "Scorpion" des Herstellers Evolution Robotics haben die Forscher die Funktionsfähigkeit des Systems nachgewiesen. Sie montierten mehrere Schilder auf einen Roboter und ließen ihn im Zickzack einen Korridor entlangfahren. Ein zweites Maschinenwesen konnte ihm problemlos folgen, auch als der andere um eine Ecke bog.

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blork42 03. Sep 2008

"Unqualifiziertes Pack" -> unqualifizierte Behauptung. Sie unqualifiziertes rechtes Pack ?

iRobot 01. Sep 2008

rofl...

tKomihn 30. Aug 2008

Jo mannn, ich arbeite dran; die kriegt dann von mir noch n e-shocker verpaßt, damit sie...

tKomihn 30. Aug 2008

ne die werden doch jetzt alle nano, dringen in die Zellen ein und machen da Krebs. Das...



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