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IFA: Amilo Mini - Fujitsu Siemens' Mini-Notebook

Atom-Netbook mit wechselbaren Oberschalen. Zur 48. Internationalen Funkausstellung in Berlin hat Fujitsu Siemens das erste eigene Netbook vorgestellt. Wie die meisten Netbooks arbeitet im Inneren Intels Atom-Prozessor. Unterschiede zu anderen Netbooks finden sich bei der Festplatte und der Möglichkeit, mit Oberschalen das Aussehen des Mini-Notebooks zu verändern.
/ Andreas Sebayang
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Fujitsu Siemens verbaut ein 8,9-Zoll-Display (1.024 x 600 Pixel) in dem Netbook Amilo Mini. Laut Datenblatt soll das nicht-spiegelnde Display auch außen gut ablesbar sein und 220 Candela pro Quadratmeter erreichen. Bei der Vorführung wirkte das Netbook jedoch nicht hell genug für einen Außeneinsatz. Eventuell liegt das an dem Vorserienstatus des gezeigten Geräts.

Das in weiß und schwarz gehaltene Netbook kann mit Oberschalen, die einfach auf das Netbook gesteckt werden, mit etwas Farbe versehen werden. Die weiße Oberfläche ist nicht abnehmbar, die Schalen werden einfach auf den weißen Deckel des Netbooks gesteckt. Die Oberschalen soll es in pink, orange, blau, braun oder teilweise durchsichtig geben. Eine schwarze Oberschale liegt dem Gerät voraussichtlich bei.

Wie bei anderen Netbooks auch, steckt in dem Amilo Mini eine N270 Atom-CPU von Intel, die mit 1,6 GHz getaktet ist. Ihr steht 1 GByte Arbeitsspeicher zur Seite, der sich weiter aufrüsten lassen soll. Auf der Unterseite muss dafür eine Abdeckung entfernt werden. Auf der rechten Seite fand sich für Erweiterungen eine Aussparung für einen ExpressCard/34-Slot, der im Vorseriengerät noch nicht nutzbar war. Auf der Vorderseite befindet sich ein Kartenslot, der laut Fujitsu Siemens auch SDHC-Karten lesen kann. Zusätzlich beherrscht der Slot die Formate Memory Stick, Memory Stick Pro und MMC.

Im Inneren des Netbooks dreht sich eine Festplatte, die 60 oder 80 GByte groß ist. Die verbauten Festplatten gehören zu den besonders kleinen 1,8-Zoll-Festplatten und erreichen 4.200 Umdrehungen pro Minute. Auf der Festplatte ist Windows XP Home inklusive Service Pack 3 vorinstalliert. Recovery-Medien in Form von CDs oder DVDs liegen dem Gerät bei.

Als drahtlose Schnittstellen bietet Fujitsu Siemens' Netbook Bluetooth an, das bereits nach dem aktuellen 2.1-Standard funkt. Die WLAN-Karte beherrscht nur 802.11b und g. Ein Ausweichen auf das 5-GHz-Band ist somit nicht möglich. Für schnelleren Transfer steht noch eine Fast-Ethernet-Schnittstelle zur Verfügung. Außerdem besitzt das Gerät zwei USB-2.0-Ports (jeweils einer rechts und einer links) sowie einen Mikrofoneingang und einen Kopfhörerausgang an der Vorderseite.

Im Amilo Mini sind außerdem zwei Lautsprecher verbaut (je 1,5 Watt) und zwei Mikrofone. Auch eine Webcam (1,3 Megapixel) befindet sich oberhalb des Displays. Für einen weiteren Bildschirm steht ein analoger VGA-Ausgang zur Verfügung.

Das Gewicht des Amilo Mini liegt bei etwa einem Kilogramm. Die Maße (Breite x Tiefe x Höhe) liegen bei 232,4 mm x 175 mm x 29 mm (vorne) bis 35,8 mm (hinten). Der Vier-Zellen-Akku (31,6 Wattstunden) soll das Gerät im Ruhebetrieb vier Stunden und 25 Minuten mit Energie versorgen können. Beim Surfen mit aktiviertem WLAN reduziert sich die Laufzeit auf zwei Stunden und 35 Minuten, so der Hersteller. Im Unterschied zu vielen anderen Netbooks verspricht Fujitsu Siemens eine schnelle Ladezeit des Akkus. Zwischen 80 und 100 Minuten soll das 40-Watt-Netzteil benötigen, um den Akku zu füllen.

Das Amilo Mini von Fujitsu Siemens soll ab Ende September 2008 verfügbar sein. Der Preis fängt bei 399 Euro inkl. einer Oberschale an. Weitere Oberschalen soll es für 15 bis 20 Euro je Doppelpack geben. In den Doppelpacks befinden sich jeweils zwei verschiedene Schalen. Ein optisches Laufwerk soll es ebenfalls als Option geben. Im Dezember 2008 soll noch ein Modell mit 120 GByte-Festplatte folgen.


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