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BKA will Provider zu Internetsperren verpflichten

BKA schlägt Gesetz zur Sperrung von Websites mit illegalen Inhalten vor

Jörg Ziercke, Chef des Bundeskriminalamtes, will Internetprovider dazu verpflichten, den Zugang zu Websites mit kinderpornografischen Inhalten zu sperren. Auf diese Weise will er die Verbreitung solcher Inhalte eindämmen. Andere Länder hätten mit solchen Sperren bereits gute Erfahrungen gemacht. Der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) hingegen bezweifelt den Erfolg solcher Sperren.

Jörg Ziercke, Chef des Bundeskriminalamtes (BKA) hat bei der Vorstellung des "Bundeslagebilds Organisierte Kriminalität 2007" am 27. August 2008 in Berlin gefordert, dass die Internetprovider den Zugang zu Websites mit kinderpornografischen Inhalten unterbinden. Das Geschäft mit diesen Inhalten werde meist über kommerzielle Websites abgewickelt.

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In den letzten Jahren habe das BKA "einen konstanten Anstieg beim Besitz, der Beschaffung und Verbreitung von Kinderpornografie" verzeichnet, erklärte Ziercke. So sei die Zahl der Fälle im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50 Prozent gestiegen (2007: 11.357 Fälle, 2006: 7.318 Fälle). Im Internet war die Steigerung noch dramatischer: Die "Besitzverschaffung von Kinderpornografie durch das Internet" hat sich von 3.271 auf 6.206 Fälle im Jahr 2007 fast verdoppelt. Laut BKA handelt sich um ein Millionengeschäft.

Angesichts dieses Wachstums will der BKA-Chef die Internetanbieter dazu verpflichten, die Behörden im Kampf gegen Kinderpornografie zu unterstützen. "Der Großteil der Kinderpornografie im Bereich des World-Wide-Web wird mittlerweile über kommerzielle Webseiten verbreitet", heißt es in dem Bericht des BKA. Werde der Zugang zu diesen Seiten gesperrt, könne die Verbreitung solcher Inhalte zumindest erschwert werden, glaubt das BKA.

Das sogenannte Access-Blocking werde bereits in einigen Ländern praktiziert, unter anderem in der Schweiz, Italien und mehreren skandinavischen Ländern. In Norwegen etwa würden laut BKA jeden Tag rund 15.000 Zugriffe auf Kinderpornografie-Seiten unterbunden. Das Access-Blocking erfolgt zumeist auf gesetzlicher Grundlage. Nur in den USA haben sich mehrere große Provider freiwillig verpflichtet, den Zugang zu solchen Websites zu sperren. Die Bereitschaft zu einer solchen Selbstverpflichtung sieht das BKA bei deutschen Zugangsanbietern jedoch nicht und fordert deshalb ein entsprechendes Gesetz. Dieses solle nicht nur den Zugang zu kinderpornografischen, sondern auch zu antisemitischen Inhalten unterbinden.

BKA will Provider zu Internetsperren verpflichten 

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spannend 01. Sep 2008

ich hatte irgendwann bei der Gründungsberichtserstattung gelesen, dass es schon damals...

Rainer Zufall 31. Aug 2008

Vollkommen richtig. Die einzige Ausnahme sind rassistische Nazi-Dreckschweine. Das...

blork42 29. Aug 2008

Ich tipp mal, hm China ;-) Nee, Schweiz is cool... die können's einfach - die ham auch...

Oxford 28. Aug 2008

Und wer Ueberwacht die jenigen die die Ueberwachen die die Ueberwachende Ueberwachen?

Simsa 28. Aug 2008

Denkgürtel für Freie Bürger ;-)




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