Interview Browsergames - "Rund 250.000 neue Spieler pro Tag"

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Golem.de: Was sind das typischerweise für Menschen, die ihre Spiele mögen?

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Kersting: Mehr als 40 Prozent sind zwischen 15 und 29 Jahre alt und männlich, also durchaus typische Core-Gamer. Der Rest sind ältere und jüngere Männer. Der Frauenanteil liegt zwischen 25 und 30 Prozent, was für Onlinespiele ziemlich gut ist - das liegt daran, dass es Spiele sind, die man gut mal zwischendurch spielen kann.

Golem.de: Sie sind vor allem für Browsergames bekannt, aber bieten auch clientbasierte Spiele wie NosTale an. Wie entwickeln sich die beiden Märkte?

Kersting: Momentan wachsen beide enorm, und das freut uns natürlich sehr. Im browserbasierten Bereich findet man das perfekte Spiel zum Ausprobieren. Man geht auf die Website, loggt sich ein und kann gleich losspielen, ohne viel zu riskieren - außer ein bisschen Zeit. Bei clientbasierten Spielen muss man oft bestimmte Hardware-Mindestanforderungen erfüllen, und das ist in einigen Ländern, in denen wir aktiv sind, ein Problem.

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Für uns ist beides sehr spannend, beide sind etwa gleich wichtig für uns. Die Erfolge, die wir im clientbasierten Bereich hatten, haben allerdings dazu geführt, dass der Fokus derzeit auch stark auf diesem Bereich liegt. Es weiß keiner, aber Metin2 ist nach World of Warcraft das zweitgrößte clientbasierte Massively Multiplayer Online-Game in Europa mit 2,5 Millionen aktiven Spielern, die innerhalb der letzten zwei Wochen online waren.

Golem.de: Wie groß sind denn die Zuwachsraten?

Kersting: Ehrlich gesagt wachsen wir so schnell, dass wir es nicht wirklich messen können.

Golem.de: Möchten sie irgendwann auch Spiele auf Abonnementbasis vermarkten?

Kersting: Nein, und zwar weil es unmoralisch ist. Ich mag diese Jamba-Nummer nicht. Wir machen Spiele, die dem Spieler die Möglichkeit bieten, zusätzlich ein bisschen Geld zu investieren, wenn er etwas schneller vorankommen oder sich von anderen Spielern durch Individualisierung abheben möchte. Wir legen aber ganz großen Wert darauf, dass die Spiele auch komplett kostenlos spielbar sind, und dass man als nicht-zahlender Spieler genau die gleichen Chancen hat wie jemand der zahlt.

Das ist auch der Grund, warum wir so starken Zuwachs vor allem durch virales Marketing haben. Momentan gewinnen wir am Tag ungefähr eine Viertelmillion neue Spieler hinzu. Mehr als 80 Prozent davon kommen viral - das beweist, dass wir gute Spiele anbieten.

Golem.de: Allmählich werden "traditionelle" Publisher und Entwickler auf den Browsergamesmarkt aufmerksam. Bestes Beispiel ist id Software, die Quake 3 als Browserspiel anbieten wollen. Was wollen Sie solchen Konkurrenten entgegensetzen?

Kersting: Erst mal unsere Marktposition. Wir sind in unserem Markt von Anfang an vertreten, haben ihn mitgeprägt und einen gewaltigen Vorsprung. Wir haben über 60 Millionen User in unserer Datenbank, sind aktiv in über 40 Ländern und decken bis auf Afrika fast die gesamte Welt ab. So eine Marktposition ist nicht so einfach angreifbar. Natürlich werden andere darauf aufmerksam, und natürlich wird der Content hochwertiger werden.

Man muss aber auch bedenken, dass die klassischen Publisher ihre Spiele in den Handel stellen und sie über Marketing und PR verkaufen. In dem Moment, wo das Spiel den Laden verlässt, ist ihnen völlig egal, was damit passiert, weil dann keine Wertschöpfung mehr stattfindet. Wir dagegen sind schon durch unser Geschäftsmodell gezwungen, Spiele zu entwickeln, die lange und intensiv gespielt werden, sonst verdienen wir keinen Cent. In Sachen Geisteshaltung sind wir also schon deshalb im Vorteil, weil die neue, vertikale Konkurrenz noch ein paar Jahre brauchen wird, um zu verstehen, was da passiert.

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dajor85570 09. Jul 2009

Der Name würde mich auch interessieren

runner-3478 03. Nov 2008

Schlechtes Beispiel, da es veraltet ist. Mit Gedanken spielen geht bereits und ist...

Nolan ra Sinjaria 28. Aug 2008

Ja bei diesem Teil des Interviews musste ich auch grinsen und fragte mich, ob ich etwas...

Nudel 27. Aug 2008

Warum interviewt Golem gerade Gameforge? Die wissen ja nicht mal, was das Wort innovativ...



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